Aktuelles - SKM Köln
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Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich. Am 19. Dezember lud der Sozialdienst…

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich. Ein Teebeutel, ein Mut-Button…

Neueröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld

Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung Köln, 26.…
Wohnungslosigkeit und Winter

Wohnungslosigkeit in Zeiten des Kälteeinbruchs

Alarmierende Zahlen zur Wohnungslosigkeit Über eine Million…

Nacht der Lichter 2025

Nacht der Lichter am 28. November 2025 Gemeinsam erinnern, gemeinsam…

Let’s talk about Sex and Power

Sozial.Kollegial.Menschlich Von Whitening-Effekten und dreckigen…

Über 35 Jahre Hilfe am Kölner Hauptbahnhof

Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln am Hauptbahnhof feiert…

Jubiläum im Wasserballettteam

Sozial.Kreativ.Menschlich Synchron im Einsatz für andere. Eine…

Gemeinsam für die Suchthilfe

Drogenhilfe Köln und SKM Köln setzen sich zusammen für nachhaltige…

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Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich.

Am 19. Dezember lud der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM Köln) gemeinsam mit CDU-Politikerin Serap Güler und Mitgliedern Ihres Fraktionskreises zu einer besonderen Weihnachtsfeier am Hauptbahnhof ein. Die Veranstaltung richtete sich an obdachlose und suchtkranke Menschen und sollte ein Zeichen für Wertschätzung und Gemeinschaft setzen.

von Lara Glockner

Die Weihnachtsfeier für obdachlose und suchtkranke Menschen in der Kontakt- und Beratungsstelle des SKM am Kölner Hauptbahnhof bot rund 130 Gästen ein Drei-Gänge-Menü in zwei Durchgängen sowie Geschenktüten mit Süßigkeiten, warmen Accessoires und kleinen Überraschungen.

Die Feier ist für die Organisator:innen und Gäste weit mehr als ein gemeinsames Essen, sondern ein Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit. „Es ist mir ein Herzensanliegen, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind“, sagt Serap Güler.

Uli Millmann, Leiter der Kontakt- und Notschlafstelle für Drogenabhängige, betont die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung: „Diese Feier ist ein Ausdruck gelebter Solidarität. Sie zeigt, dass wir als Stadtgesellschaft Verantwortung übernehmen und Menschen in Not nicht allein lassen. Unser Dank gilt allen Unterstützer:innen und Partnern, die dieses Fest möglich gemacht haben.

Auch Ralf Promper, Einrichtungsleiter der Kontakt- und Beratungsstelle, hob die besondere Atmosphäre hervor: „Die Gäste erleben heute nicht nur ein festliches Essen, sondern echte Wertschätzung. Für viele ist dieser Vormittag ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit und genau darum geht es uns.

Erstmals unterstützten in diesem Jahr die CURRENTA GmbH & Co. OHG und die REWE GROUP die Veranstaltung als Sponsoren. Die Tradition geht auf den ehemaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma zurück und wird seit nunmehr 15 Jahren vom SKM Köln gemeinsam mit engagierten Politiker:innen fortgeführt.

Die Kontakt- und Beratungsstelle am Kölner Hauptbahnhof ist eine zentrale Anlaufstelle des SKM Köln für obdachlose und suchtkranke Menschen. Hier erhalten Betroffene nicht nur Beratung und Unterstützung, sondern auch einen geschützten Raum, in dem sie Wertschätzung und Gemeinschaft erfahren. Neben niedrigschwelligen Hilfen bietet die Einrichtung warme Mahlzeiten, medizinische Erstversorgung und individuelle Begleitung auf dem Weg aus der Krise.

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich.

Ein Teebeutel, ein Mut-Button und ein Buchstabe zeigen in der Adventszeit, wofür der SKM steht

von Marco Petrelli

Es ist Advent. Zeit der Besinnlichkeit. Zeit der Ruhe. Zeit der Nähe. So stellt man sich das vor mit Schneeflöckchen vor weihnachtlicher Kulisse. Ganz zart, ganz weich, ganz langsam. In Wahrheit rotiert alles noch schneller: Menschen hasten durch Innenstädte – zwischendurch noch ein Glühwein – zum „Irgendwas- Friday, Monday oder Irgendein-Super-Schnäppchen-nur-noch-heute-Einkaufstag“ schnell noch alle Geschenke für den Platz unterm Tannenbaum zähnefletschend jagend, während Paketbot:innen Treppen rauf und runter rennen und ach ja: die Arbeit muss noch bis Weihnachten erledigt werden, sonst hängt der Bürosegen am Ende des Jahres schief und vielleicht geht sogar die gesamte Welt unter, sollte nicht wirklich alles erledigt sein, was nicht bis zum 2. Januar warten darf.

Irgendwo mittendrin in dieser wirbelnden Choreografie des Vorweihnachtstrubels steht die Kirche Sankt Mauritius in Köln. Mittendrin stand dort der SKM zum Adventsgottesdienst zusammen mit einer einfachen, entwaffnenden Frage:
Was ist deine Teezeit? Was ist deine Auszeit?

 

Inmitten des Gottesdienstes bekamen wir kleine Teebeutel-Päckchen geschenkt, jedes von der Vorbereitungsgruppe liebevoll verpackt, jedes mit einem Wort versehen. Ein einziges Wort, das vielleicht zum Kompass durch diese Adventszeit werden kann. Auf meinem klebt ein kleiner Button mit dem Wort „Mut“.

Dieses unscheinbare Tütchen in der Hand haltend – „Pfefferminztee, erfrischend und würzig“, nichts Überirdisches – merke ich doch: Das ist ein Stück Theologie im Format „2 Gramm Tee“. Vielleicht versteckt Gott seine Gnade im Staub des Alltags oder in einem kleinen Beutel Tee. Vielleicht ist meine „Teezeit“ nichts weniger als ein Sakrament im Kleinen. Vielleicht ein Moment, in dem Mut nicht laut auftritt, sondern leise dampft mit einer Ziehzeit von 5 bis 6 Minuten.

Während der Tee, den wir nach Abschluss des Gottesdienstes gemeinsam trinken, langsam abkühlt, beginnt in meinem Kopf eine weitere Frage zu köcheln:
Wofür steht eigentlich das K im Akronym SKM?

S ist klar: sozial.
M ist eigentlich auch klar: menschlich (und ja, da steht aus historischen Gründen eigentlich Männer, aber die Zeiten sind schon lange kalter Kaffee).
Beides schreibt sich der SKM nicht einfach auf die Fahnen, er trägt es, lebt es, arbeitet damit.
Aber das K? Wofür steht das?

„Katholisch“ müsste man unmittelbar ausrufen und im selben Moment würde schon die Hälfte der Anwesenden schmunzeln oder die Mundwinkel verziehen. Denn in Köln klingt „katholisch“ für viele oft wie ein schweres Wort, wie ein Etikett aus einer anderen Zeit: schwer, kirchlich, irgendwie weltfremd und verstaubt. Als würde man eine alte Truhe öffnen und hoffen, dass nichts Mottenzerfressenes drinliegt.

 

Aber vielleicht ist es ganz anders.
Vielleicht ist katholisch eines der großzügigsten, weitesten und schönsten Worte, das wir haben.

Katholisch heißt nicht „kirchlich korrekt“ oder „sonntags 10 Uhr“.
Katholisch heißt „allumfassend“.
Das Große im Kleinen erkennen.
Das Ganze im Splitter.
Das Heilige im Menschlichen.

Der Mensch trägt die Unendlichkeit in sich und stolpert trotzdem durchs Leben, müde, hungrig, fragend. Das ist katholisch. Wir alle sind katholisch, wenn wir versuchen, das Ganze zu sehen und uns gleichzeitig nicht zu schade sind, unsere Hände für das Kleine dreckig zu machen.

 

Und so fängt mein K an zu wandern, zu wachsen, sich zu verwandeln:

K wie kreativ, wenn Teams neue Wege finden, Menschen am Rand in die Mitte zu holen.
K wie kollegial, wenn man im SKM nicht allein kämpft, sondern gemeinsam trägt.
K wie kritisch, weil echte Nächstenliebe ohne Ehrlichkeit keine ist.
K wie kompetent, weil Professionalität Menschlichkeit nicht ausschließt, sondern vertieft.
K wie kooperativ, weil Verantwortung selten ein Solo ist.
K wie karitativ, weil Liebe in Taten wohnen will.
K wie konkret, weil die Hilfe des SKM nicht im Wolkigen schwebt, sondern in Wohnungslosenhilfe, Jugendunterstützung, Schulsozialarbeit, Straffälligenhilfe und vielem mehr Gestalt annimmt.
Und wir sind in Köln, daher steht das K auch für kölsch im besten Sinne: offen, herzlich, geerdet.

Vielleicht ist es genau das, was mich am SKM beeindruckt:
dass ein einzelner Buchstabe groß genug werden kann, um eine ganze Organisationskultur zu tragen.

 

Wenn ich heute an die Teezeit-Frage zurückdenke, merke ich:
Diese Auszeiten sind kein Luxus.
Sie sind Voraussetzung.
Nur wer sich hinsetzt, darf andere aufrichten.
Nur wer schweigen kann, hört, was Menschen wirklich brauchen.
Nur wer Mut sammelt, kann Mut schenken.

Das K im SKM ist für mich ein Advent in einem Buchstaben:
ein Raum, der sich öffnet, damit Menschen ankommen können.
Im Kleinen.
Im Konkreten.
Im Kollegialen.
Im Katholischen.

Und vielleicht ist es am Ende ganz einfach:

Das K steht für das, was wir daraus machen.
Jeden Tag.
Im Team.
Am Rand der Gesellschaft.
Und mitten im Menschsein.

SKM – Der Mensch am Rande ist unsere Mitte.
Punkt.

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Neueröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld

Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung

Köln, 26. November 2025 – Die Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln in Köln Ehrenfeld präsentiert sich nach umfassender Modernisierung ab sofort offiziell am neuen Standort Simarplatz 7. Mit zentraler Lage, zeitgemäßer Ausstattung und einem offenen Garten bietet die Einrichtung einen geschützten Raum für Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Nach über 30 Jahren erfolgreicher Arbeit öffnete die Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld am 24. November im Beisein geladener Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft ihre Türen in neuen, modernen Räumlichkeiten. Ursprünglich 1994 in einem Container gegründet, ist die Einrichtung heute ein zentraler Ort für Beratung, Rückzug und Begegnung.

Niedrigschwellige Hilfe mit generationenübergreifendem Ansatz

Die Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld ist eine Anlaufstelle mit generationenübergreifendem Ansatz für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Sie begleitet nicht nur ehemals Heroinabhängige Klient:innen, sondern steht auch deren Kindern sowie jungen Erwachsenen offen, die erstmals Unterstützung suchen. Das Angebot reicht von Krisenhilfe über medizinische Begleitung und Sprechstunden zu neuen Drogen bis hin zu sozialrechtlicher Beratung. „Wir fangen hier Menschen auf, die sonst unter dem Radar bleiben. Unser Ansatz ist niedrigschwellig, wertschätzend und individuell“, betont Carmen Dargel, langjährige Leiterin der Einrichtung. „Die Neuorientierung ins Zentrum von Ehrenfeld macht uns nun noch besser erreichbar – mit Bus, Bahn und S-Bahn.“

Sozial-integrative Angebote wichtiger denn je

Die Neuausrichtung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Drogenkonsum und Wohnungslosigkeit vom Kölner Neumarkt zunehmend auch nach Ehrenfeld verlagert. Die Kontaktstelle soll dabei einen sicheren Anlaufpunkt und sozial-integrative Angebote bieten, die in der aktuellen Situation unverzichtbar sind. Pfarrer Franz-Heiner Schwirten, Gründer des Träger- und Fördervereins Drogenkontaktstelle Köln Ehrenfeld, unterstreicht: „Diese Einrichtung ist ein Modell für pragmatische Hilfe. Ehrenfeld braucht diesen Ort – als Anlaufstelle für Suchterkrankte und als Teil einer langfristigen Lösung, die sich am Züricher Modell orientieren sollte.“

„Diese Einrichtung ist ein Modell für pragmatische Hilfe. Ehrenfeld braucht diesen Ort – als Anlaufstelle für Suchterkrankte und als Teil einer langfristigen Lösung, die sich am Züricher Modell orientieren sollte.“ – Pfarrer Franz-Heiner Schwirten, Gründer des Träger- und Fördervereins Drogenkontaktstelle Köln Ehrenfeld

Offen für alle – moderne Räume und neue Möglichkeiten

Mit der Neueröffnung stehen die modernisierten Räume allen Klient:innen offen – von wohnungslosen Menschen bis zu jungen Erwachsenen. Außenbereich, Küche und zentrale Lage schaffen optimale Bedingungen für Beratung, Begegnung und Erholung.