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Neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Porz eröffnet

Sozial.Katholisch.Menschlich. SKM Köln erweitert niedrigschwellige…

Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich. Am 19. Dezember lud der Sozialdienst…

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich. Ein Teebeutel, ein Mut-Button…

Neueröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld

Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung Köln, 26.…
Wohnungslosigkeit und Winter

Wohnungslosigkeit in Zeiten des Kälteeinbruchs

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Nacht der Lichter am 28. November 2025 Gemeinsam erinnern, gemeinsam…

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Sozial.Kollegial.Menschlich Von Whitening-Effekten und dreckigen…

Über 35 Jahre Hilfe am Kölner Hauptbahnhof

Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln am Hauptbahnhof feiert…

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Sozial.Kreativ.Menschlich Synchron im Einsatz für andere. Eine…

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Neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Porz eröffnet

Sozial.Katholisch.Menschlich.

SKM Köln erweitert niedrigschwellige Hilfen für Betroffene und Angehörige im Stadtbezirk Porz

von Lara Glockner

Nach sechsjähriger Planungs- und Vorbereitungszeit hat am 17. April 2026 offiziell die neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ in Köln-Porz eröffnet. Mit dem erweiterten Angebot reagiert der SKM Köln auf den steigenden Bedarf an Suchthilfe im Stadtbezirk und schafft eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Suchtproblemen sowie deren Angehörige.

Die Einrichtung wird durch die Stadt Köln gefördert und ist Teil des städtischen Drogenhilfekonzepts. Ziel ist es, Hilfen noch besser zugänglich zu machen und Betroffene frühzeitig und niedrigschwellig zu erreichen.

Wachsende Herausforderungen im Stadtteil

In den vergangenen Jahren hat sich die Drogensituation in Köln-Porz, insbesondere im Bereich Porz Zentrum, spürbar verschärft. Sichtbarer Konsum und Beschaffungsdelikte im öffentlichen Raum haben zugenommen – unter anderem rund um den Porzer Markt, das Rheinufer sowie die Glashüttensiedlung. Gleichzeitig findet Konsum auch im privaten Umfeld statt, sodass das tatsächliche Ausmaß über die öffentlich sichtbare Situation hinausgeht.

Veränderte Konsummuster, insbesondere durch Substanzen wie Crack und Kokain, stellen zusätzliche Herausforderungen für die Suchthilfe dar. Der Bedarf an passgenauen und gut erreichbaren Unterstützungsangeboten ist entsprechend gestiegen.

Niedrigschwellige Hilfe und Beratung unter einem Dach

Mit der neuen Kontakt- und Beratungsstelle bündelt der SKM Köln bestehende Angebote der Suchthilfe im Stadtbezirk und erweitert diese um eine offene Kontaktstelle. Besucher:innen finden hier unter anderem:

  • warme Mahlzeiten und Getränke
  • Möglichkeiten zur Körperhygiene (Duschen, Wäschewaschen)
  • Spritzentausch und Informationen zu Safer Use
  • einen geschützten Raum zum Ankommen, Ausruhen und zur ersten Stabilisierung

Ergänzend steht ein umfassendes Beratungsangebot zur Verfügung – von Krisenintervention über psychosoziale Beratung bis hin zur Vermittlung in weiterführende Hilfen. Auch Angehörige erhalten Unterstützung und Beratung in belastenden Situationen.

„Die neue Kontakt- und Beratungsstelle ist ein wichtiger Schritt für die soziale Infrastruktur in Porz und trifft auf breite Unterstützung im Stadtteil. Sie leistet konkrete Hilfe dort, wo sie dringend gebraucht wird. Die Verbindung von Kontaktcafé und Beratung zentral zur „Porzity“ in den neu gestalteten Räumen lädt Menschen zum Verweilen und ersten Kontakt unkompliziert ein“, betont Dr. Denfeld, Gesundheitsamtsleiterin der Stadt Köln.

Auch SKM-Vorständin Elisabeth Quiske hebt die Bedeutung der Einrichtung hervor: „Mit der neuen Einrichtung schaffen wir einen Ort, an dem Menschen niedrigschwellig erreicht und nachhaltig begleitet werden können. Das stärkt nicht nur die Betroffenen, sondern wirkt sich positiv auf den gesamten Stadtteil aus.“

Eröffnung im Zeichen der Zusammenarbeit im Stadtteil

Die Eröffnung der neuen Kontakt- und Beratungsstelle fand im Beisein zahlreicher Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und dem Stadtteil statt, darunter auch Bezirksvertreter:innen wie der Porzer Bürgermeister Lutz Tempel. Ein besonderer Moment der Veranstaltung war zudem die Einsegnung der Räumlichkeiten durch Pfarrer Wolff.

Zentrale Anlaufstelle im Haus der Sozialen Dienste

Die neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ befindet sich im Haus der Sozialen Dienste am Porzer Markt und ist damit gut erreichbar. Sie bietet künftig einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Sucht im Stadtbezirk Porz.

Mit dem neuen Angebot trägt der SKM Köln zur Weiterentwicklung der Suchthilfestrukturen in der Stadt bei und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Raums sowie zur Stärkung der sozialen Infrastruktur im Stadtteil.

 

Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich.

Am 19. Dezember lud der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM Köln) gemeinsam mit CDU-Politikerin Serap Güler und Mitgliedern Ihres Fraktionskreises zu einer besonderen Weihnachtsfeier am Hauptbahnhof ein. Die Veranstaltung richtete sich an obdachlose und suchtkranke Menschen und sollte ein Zeichen für Wertschätzung und Gemeinschaft setzen.

von Lara Glockner

Die Weihnachtsfeier für obdachlose und suchtkranke Menschen in der Kontakt- und Beratungsstelle des SKM am Kölner Hauptbahnhof bot rund 130 Gästen ein Drei-Gänge-Menü in zwei Durchgängen sowie Geschenktüten mit Süßigkeiten, warmen Accessoires und kleinen Überraschungen.

Die Feier ist für die Organisator:innen und Gäste weit mehr als ein gemeinsames Essen, sondern ein Zeichen für Solidarität und Menschlichkeit. „Es ist mir ein Herzensanliegen, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind“, sagt Serap Güler.

Uli Millmann, Leiter der Kontakt- und Notschlafstelle für Drogenabhängige, betont die gesellschaftliche Bedeutung der Veranstaltung: „Diese Feier ist ein Ausdruck gelebter Solidarität. Sie zeigt, dass wir als Stadtgesellschaft Verantwortung übernehmen und Menschen in Not nicht allein lassen. Unser Dank gilt allen Unterstützer:innen und Partnern, die dieses Fest möglich gemacht haben.

Auch Ralf Promper, Einrichtungsleiter der Kontakt- und Beratungsstelle, hob die besondere Atmosphäre hervor: „Die Gäste erleben heute nicht nur ein festliches Essen, sondern echte Wertschätzung. Für viele ist dieser Vormittag ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit und genau darum geht es uns.

Erstmals unterstützten in diesem Jahr die CURRENTA GmbH & Co. OHG und die REWE GROUP die Veranstaltung als Sponsoren. Die Tradition geht auf den ehemaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma zurück und wird seit nunmehr 15 Jahren vom SKM Köln gemeinsam mit engagierten Politiker:innen fortgeführt.

Die Kontakt- und Beratungsstelle am Kölner Hauptbahnhof ist eine zentrale Anlaufstelle des SKM Köln für obdachlose und suchtkranke Menschen. Hier erhalten Betroffene nicht nur Beratung und Unterstützung, sondern auch einen geschützten Raum, in dem sie Wertschätzung und Gemeinschaft erfahren. Neben niedrigschwelligen Hilfen bietet die Einrichtung warme Mahlzeiten, medizinische Erstversorgung und individuelle Begleitung auf dem Weg aus der Krise.

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich.

Ein Teebeutel, ein Mut-Button und ein Buchstabe zeigen in der Adventszeit, wofür der SKM steht

von Marco Petrelli

Es ist Advent. Zeit der Besinnlichkeit. Zeit der Ruhe. Zeit der Nähe. So stellt man sich das vor mit Schneeflöckchen vor weihnachtlicher Kulisse. Ganz zart, ganz weich, ganz langsam. In Wahrheit rotiert alles noch schneller: Menschen hasten durch Innenstädte – zwischendurch noch ein Glühwein – zum „Irgendwas- Friday, Monday oder Irgendein-Super-Schnäppchen-nur-noch-heute-Einkaufstag“ schnell noch alle Geschenke für den Platz unterm Tannenbaum zähnefletschend jagend, während Paketbot:innen Treppen rauf und runter rennen und ach ja: die Arbeit muss noch bis Weihnachten erledigt werden, sonst hängt der Bürosegen am Ende des Jahres schief und vielleicht geht sogar die gesamte Welt unter, sollte nicht wirklich alles erledigt sein, was nicht bis zum 2. Januar warten darf.

Irgendwo mittendrin in dieser wirbelnden Choreografie des Vorweihnachtstrubels steht die Kirche Sankt Mauritius in Köln. Mittendrin stand dort der SKM zum Adventsgottesdienst zusammen mit einer einfachen, entwaffnenden Frage:
Was ist deine Teezeit? Was ist deine Auszeit?

 

Inmitten des Gottesdienstes bekamen wir kleine Teebeutel-Päckchen geschenkt, jedes von der Vorbereitungsgruppe liebevoll verpackt, jedes mit einem Wort versehen. Ein einziges Wort, das vielleicht zum Kompass durch diese Adventszeit werden kann. Auf meinem klebt ein kleiner Button mit dem Wort „Mut“.

Dieses unscheinbare Tütchen in der Hand haltend – „Pfefferminztee, erfrischend und würzig“, nichts Überirdisches – merke ich doch: Das ist ein Stück Theologie im Format „2 Gramm Tee“. Vielleicht versteckt Gott seine Gnade im Staub des Alltags oder in einem kleinen Beutel Tee. Vielleicht ist meine „Teezeit“ nichts weniger als ein Sakrament im Kleinen. Vielleicht ein Moment, in dem Mut nicht laut auftritt, sondern leise dampft mit einer Ziehzeit von 5 bis 6 Minuten.

Während der Tee, den wir nach Abschluss des Gottesdienstes gemeinsam trinken, langsam abkühlt, beginnt in meinem Kopf eine weitere Frage zu köcheln:
Wofür steht eigentlich das K im Akronym SKM?

S ist klar: sozial.
M ist eigentlich auch klar: menschlich (und ja, da steht aus historischen Gründen eigentlich Männer, aber die Zeiten sind schon lange kalter Kaffee).
Beides schreibt sich der SKM nicht einfach auf die Fahnen, er trägt es, lebt es, arbeitet damit.
Aber das K? Wofür steht das?

„Katholisch“ müsste man unmittelbar ausrufen und im selben Moment würde schon die Hälfte der Anwesenden schmunzeln oder die Mundwinkel verziehen. Denn in Köln klingt „katholisch“ für viele oft wie ein schweres Wort, wie ein Etikett aus einer anderen Zeit: schwer, kirchlich, irgendwie weltfremd und verstaubt. Als würde man eine alte Truhe öffnen und hoffen, dass nichts Mottenzerfressenes drinliegt.

 

Aber vielleicht ist es ganz anders.
Vielleicht ist katholisch eines der großzügigsten, weitesten und schönsten Worte, das wir haben.

Katholisch heißt nicht „kirchlich korrekt“ oder „sonntags 10 Uhr“.
Katholisch heißt „allumfassend“.
Das Große im Kleinen erkennen.
Das Ganze im Splitter.
Das Heilige im Menschlichen.

Der Mensch trägt die Unendlichkeit in sich und stolpert trotzdem durchs Leben, müde, hungrig, fragend. Das ist katholisch. Wir alle sind katholisch, wenn wir versuchen, das Ganze zu sehen und uns gleichzeitig nicht zu schade sind, unsere Hände für das Kleine dreckig zu machen.

 

Und so fängt mein K an zu wandern, zu wachsen, sich zu verwandeln:

K wie kreativ, wenn Teams neue Wege finden, Menschen am Rand in die Mitte zu holen.
K wie kollegial, wenn man im SKM nicht allein kämpft, sondern gemeinsam trägt.
K wie kritisch, weil echte Nächstenliebe ohne Ehrlichkeit keine ist.
K wie kompetent, weil Professionalität Menschlichkeit nicht ausschließt, sondern vertieft.
K wie kooperativ, weil Verantwortung selten ein Solo ist.
K wie karitativ, weil Liebe in Taten wohnen will.
K wie konkret, weil die Hilfe des SKM nicht im Wolkigen schwebt, sondern in Wohnungslosenhilfe, Jugendunterstützung, Schulsozialarbeit, Straffälligenhilfe und vielem mehr Gestalt annimmt.
Und wir sind in Köln, daher steht das K auch für kölsch im besten Sinne: offen, herzlich, geerdet.

Vielleicht ist es genau das, was mich am SKM beeindruckt:
dass ein einzelner Buchstabe groß genug werden kann, um eine ganze Organisationskultur zu tragen.

 

Wenn ich heute an die Teezeit-Frage zurückdenke, merke ich:
Diese Auszeiten sind kein Luxus.
Sie sind Voraussetzung.
Nur wer sich hinsetzt, darf andere aufrichten.
Nur wer schweigen kann, hört, was Menschen wirklich brauchen.
Nur wer Mut sammelt, kann Mut schenken.

Das K im SKM ist für mich ein Advent in einem Buchstaben:
ein Raum, der sich öffnet, damit Menschen ankommen können.
Im Kleinen.
Im Konkreten.
Im Kollegialen.
Im Katholischen.

Und vielleicht ist es am Ende ganz einfach:

Das K steht für das, was wir daraus machen.
Jeden Tag.
Im Team.
Am Rand der Gesellschaft.
Und mitten im Menschsein.

SKM – Der Mensch am Rande ist unsere Mitte.
Punkt.

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