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  • Lächeln mit den Augen: Corinna Rindle (Bahnhofsmission) und Ralf Promper (SKM) freuten sich mit Hanni Schäfer und Martina Söding von den Kölner Husaren über die Gutscheine I Foto: Anke Patt

100 Einkaufsgutscheine für Menschen in Not

Kölner Husaren spenden an SKM und Bahnhofsmission

In normalen Zeiten ist der Kölner Bahnhofsvorplatz ein Ort voller Leben: Menschen auf der Durchreise eilen über den Platz, Straßenmusiker sorgen für Publikum, die Domtreppen dienen als Orte der Begegnung.

Seit Beginn der Corona-Zeit mit nahezu gähnender Leere fiel vor allem die lange Schlange der Bedürftigen ins Auge, die sich jeden Morgen vor den Kontaktstellen des SKM Köln bis zum Eingang des HBF aufreihte, um die Lunchpakete in Empfang zu nehmen. Auch am eigens aufgestellten Duschmobil (zur Kompensation der Möglichkeiten in den derzeit nicht frei zugänglichen Einrichtungen) finden sich täglich über 100 Menschen mit Unterstützungsbedarf ein. Ehrenamtliche der Kölner Bahnhofsmission sowie von SKM Köln und SkF Köln betreuen das Angebot und haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Nutzenden.

Beitrag zu Unterstützung und Zusammenhalt

Hier, wo die Not so sichtbar wird, konnten Ralf Promper, Leiter der Kontaktstellen für Wohnungslose des SKM Köln und Corinna Rindle, Leiterin der Kölner Bahnhofsmission, heute je 50 Einkaufsgutscheine im Wert von 20 Euro für Menschen in Not, gespendet vom Kölner Husaren-Korps von 1972 e. V. aus den Händen der 2. Vorsitzenden Martina Söding und der Schatzmeisterin Hanni Schäfer entgegennehmen. „Wir möchten damit auch außerhalb des Karneval – und unserer Sitzung „für ärm Lück“ – unseren Beitrag zur Unterstützung der Bedürftigen in dieser Stadt leisten und mithelfen, Zusammenhalt in diesen Zeiten der Not und Ungewissheit zu fördern“, unterstrich Martina Söding das Engagement.

Die beiden Leitungskräfte der Hilfeeinrichtungen  zeigten sich darüber hocherfreut. „Wir werden je 25 Gutscheine für unsere beiden Kontaktstellen hier im SKM vor allem an unsere Stammklientel ausgeben, beispielsweise zur Überbrückung, wenn Leistungen beantragt wurden, aber noch nicht ausgezahlt wurden oder zur Entlastung bei finanziellen Engpässen am Ende des Monats. Daher kommt diese Spende natürlich gerade jetzt sehr passend“, erklärte Ralf Promper.

Corinna Rindle freute sich über die Gutscheine für die Gäste der Bahnhofsmission, die aus sehr unterschiedlichen Gründen Unterstützungsbedarf haben, beispielsweise Menschen, die in Köln stranden und kurzfristig nicht in Hilfen weitervermittelt werden können oder für Frauen, die – zum Teil mit Kindern – aus gewaltvollen Beziehungen geflohen sind und keinen Zugriff auf Barmittel oder Konten haben. Und nicht zuletzt für Reisende, die im Zug oder im Hauptbahnhof bestohlen wurden.

In gutem Kontakt

Der Kontakt war über einen Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission zustande gekommen. „Diese wunderbare Kooperation war ausschlaggebend dafür, dass bereits für die Karnevalssitzung „für ärm Lück“ Karten an die Gäste der Bahnhofsmission ausgegeben werden konnten. Dankenswerterweise nahm Frau Söding erneut Kontakt mit ‚unserem‘ Michael Hoffmann auf, so dass beide die Einsatz-Möglichkeiten für die Gutscheine ausloten konnten“, so Corinna Rindle.

Der herzliche Dank der Kräfte vor Ort, stellvertretend für die Hilfebedürftigen, gilt nun den „Husaren“, die das Wirken in den Einrichtungen mit den Gutscheinen tatkräftig unterstützen, so dass Menschen auf diese Weise unbürokratisch Hilfe erfahren können. Alle waren sich einig, dass das Beispiel durchaus und gerne Schule machen dürfte …

– apa –

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