Sie befinden sich hier: Home » Aktuelles » Weihnachten einmal anders
  • David (Musik), Pijo (Text), Zakaria und José brachten den Song „Menschenliebe“ zur Uraufführung im Maritim mit

Weihnachten einmal anders für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten und Flüchtlingswohnheimen

Maritim Hotel Köln ermöglichte zum 13. Mal außergewöhnliche Weihnachtsfeier

Menschen aus sozialen Brennpunkten einen ganz besonderen Vorweihnachtsabend zu ermöglichen – diese schöne Idee hat im MARITIM inzwischen schon eine lange Tradition. Im 13. Jahr hatte das Hotel wieder seinen Saal „Heumarkt“ festlich für Jugendliche aus den Offenen Türen, Jugendclubs, Jugendprojekten und Flüchtlingswohnheimen des SKM Köln geschmückt, damit sie einen Abend lang Atmosphäre und Buffet vom Feinsten genießen konnten. Die Nachfrage war diesmal besonders groß: über 220 junge Menschen strömten, festlich herausgeputzt, in die Räumlichkeiten. Der Grund war nicht nur der außergewöhnliche Rahmen, sondern auch der diesjährige Abschluss des Projektes „Trialog der Religionen“, in dessen Mittelpunkt sechs Monate multikulturelle  Begegnung stand. Es sollten aber auch Zeichen für Toleranz und Respekt gegenüber Menschen unterschiedlichen Glaubens gesetzt werden.

Durch konkrete und aktionsorientierte Erlebnisse wurde den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sich mit ihrer eigenen sowie der Religion anderer auseinanderzusetzen und in den Austausch kommen. Darüber hinaus konnten sie interreligiöse Bildung aktiv mitgestalten. Das Projekt leistete damit einen weltoffenen, demokratischen und friedlichen Beitrag zum Zusammenleben der Religionen und Kulturen.

Ein Teil der Projektergebnisse wurde hier im Maritim am 20.12. zusammengetragen: der Song „Menschenliebe“ war als Puzzlesteinchen in der SKM-Kinder- und Jugendeinrichtung „Die Villa“ entstanden.  In allen der sechs Jugendeinrichtungen und dem Flüchtlingswohnheim in Ossendorf wurden vorhandene Angebot genutzt und besonders fokussiert. So wurde zum Beispiel in der Offenen Tür „Lucky’s Haus“ der „Engel der Kulturen“, eine Bodenintarsie aus dem vergangene Jahr, in der gemeinsamen Auseinandersetzung nochmal besonders verschönert. Während im „Take Five Mauenheim“ anlässlich des jüdischen „JOM KIPPUR“ (Versöhnung mit Gott) ein Kochabend nach jüdischen Speisegesetzen vorbereitet und gemeinsam begangen wurde, feierte die das „Take Five Bilderstöckchen“ gemeinsames Fastenbrechen- Fest (Iftar). Die Offene Tür „OTVita“ in Müngersdorf veranstaltete mit dem Fußball-Team mit Mädchen aus dem Jugendzentrum und Flüchtlingskindern ein Fair-Play-Fußballturnier, das die interreligiösen Werte „Gerechtigkeit“ und „Hoffnung“ sportlich in den Fokus nahm. Die Krippe im Flüchtlingsheim in Ossendorf wurde um den Dom erweitert. Anhand der Krippengeschichte hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, von ihren eigenen Fluchterfahrungen zu sprechen. Großformatige Foto und eine Diashow mit Projekteindrücken wurden von der Offenen Tür „St. John“ zur Dokumentation der Erfahrungen beigesteuert.

Das Projekt wurde von „wir helfen“, dem Unterstützerverein des Kölner Stadt-Anzeiger, gefördert. Schirmherrin Hedwig Neven DuMont kam sogar selber vorbei und war restlos begeistert vom Spirit und der Atmosphäre unter den jungen Menschen. Für sie gab es ein besonderes Dankeschön in Form einer Projekt-Bild-Collage.

Ein leichter, fröhlicher und doch gewichtiger Abend.

Projekt-Song Menschenliebe

„Wozu bin ich hier
wer ist mein Erfinder
das war meine Frage
dann kam ich plötzlich auf dich

Wer ist dieser Gott
wer ist dieser Künstler
wer ist dieser Töpfer
von dem Ton, bitte sprich zu mir

Jetzt weiß ich, wer du bist
jetzt weiß ich, wo ich herkomm‘
du warst schon immer da
nun nehme ich dich wahr

Brüder in der Welt unterschiedlicher Herkunft
lasst uns Instrumente spielen 
ein neues Lied beginnt
dieses Lied besingt
was die Liebe wirklich mit sich bringt
dass die Menschen friedlich zueinander sind

Ob Moslem oder Christ, Jude oder Buddhist. 
Gott liebt jeden Mensch.“

(Pijo, 18, OT „Die Villa“, Volkhoven/Weiler)

Weitere News

Das Bild zeigt ein Badezimmer, welches auf der Domplatte in Köln im öffentlichen Raum aufgestellt ist.