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40 Jahre DE FLO: Das muss gefeiert werden! 

Seit 1986 verbindet DE FLO soziale Integration mit Nachhaltigkeit:…

Kölner Feger: Beschäftigung schafft Teilhabe und neue Perspektiven

Sauberkeit im öffentlichen Raum und neue Perspektiven für Menschen…

Save the Date: Abschlussveranstaltung – Projekt „Digitale Brücke“

Stärkung digitaler Teilhabe wohnungsloser Menschen Dienstag,…

Neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Porz eröffnet

Sozial.Katholisch.Menschlich. SKM Köln erweitert niedrigschwellige…

Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich. Am 19. Dezember lud der Sozialdienst…

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

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Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung Köln, 26.…

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40 Jahre DE FLO: Das muss gefeiert werden! 

Seit 1986 verbindet DE FLO soziale Integration mit Nachhaltigkeit: Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur geringe Chancen haben, finden hier Beschäftigung, Struktur und Teilhabe. Gleichzeitig werden Möbel, Kleidung und Hausrat aufbereitet und wiederverwendet. 

Am 4. September wurde das Jubiläum der Beschäftigungshilfe des SKM Köln in Köln-Nippes gemeinsam mit rund 70 Gästen gefeiert. Mit dabei waren Vertreter: innen aus Politik und Stadtverwaltung, Fördernde, Mitarbeitende von DE FLO und dem SKM Köln sowie Ehrenamtliche und langjährige Wegbegleitende. 

Aus gebrauchten Dingen entstehen neue Chancen 

Was heute selbstverständlich klingt, war bei DE FLO schon früh Teil des Konzepts: Dinge weiterverwenden, Ressourcen schonen und Abfall vermeiden. Durch die Wiederverwertung gespendeter Kleidung, Möbel und Hausrat werden nach Berechnungen von DE FLO durchschnittlich 368,7 Kilogramm CO₂ pro Tag eingespart. 

Doch Nachhaltigkeit bedeutet hier mehr als Ressourcenschonung. Wie eng die soziale und die ökologische Arbeit miteinander verbunden sind, wurde bei einem Rundgang und in Gesprächen deutlich. Ob in der Holzwerkstatt, im Bereich Möbel und Hausrat, bei Bekleidung und Accessoires, bei Wohnungsauflösungen oder bei den „Kölner Fegern“: Die Beschäftigten übernehmen Verantwortung für konkrete Aufgaben und tragen gleichzeitig zu einem sozialen Miteinander bei und dazu, dass gebrauchte Dinge eine zweite Chance bekommen.

Zusammenhalt und Teilhabe für eine starke Gesellschaft 

„DE FLO zeigt seit 40 Jahren, was Teilhabe wirklich bedeutet: Menschen nicht auf ihre Vergangenheit zu reduzieren, sondern an ihre Zukunft zu glauben“, sagte Elisabeth Quisque, Vorstandsvorsitzende des SKM Köln, bei der Jubiläumsfeier und betonte: „DE FLO ist ein starkes Zeichen dafür, dass Soziale Arbeit wirkt. Denn hier entstehen aus gebrauchten Dingen nicht nur neue Produkte, sondern vor allem neue Perspektiven für Menschen.“ 

Lena Teschlade, Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Fraktion im NRW-Landtag, würdigte DE FLO als Beispiel dafür, wie das Recht auf Teilhabe am Arbeitsmarkt in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann und wie stark die Gesellschaft davon profitiert. Sie plädierte dafür, solche Projekte zu stabilisieren und perspektivisch auch in Regelleistungen zu überführen, um eine verlässliche Finanzierung zu ermöglichen. 

Das Jobcenter Köln fördert die Beschäftigungshilfen von DE FLO seit vielen Jahren. Auch deshalb ließ es sich Sabine Mendez, Geschäftsführerin des Jobcenters Köln, nicht nehmen, DE FLO persönlich zum Jubiläum zu gratulieren: „Was hier heute noch einmal ganz deutlich wird, ist der Zusammenhalt, der hier entsteht und den die Gesellschaft ganz besonders braucht.“

Ein Ort für Wohnen, Arbeit und Begegnung 

DE FLO ist heute längst mehr als eine Beschäftigungshilfe. Nach der umfassenden Sanierung des ehemaligen Nachkriegsgebäudes sind hier 37 öffentlich geförderte Wohnungen, neue Räume für DE FLO, ein Café sowie Seminar- und Begegnungsflächen entstanden. 

Ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammenkommen. Ein Ort, an dem Menschen durch ganz konkrete Aufgaben erfahren, dass sie gebraucht werden. 

Kölner Feger: Beschäftigung schafft Teilhabe und neue Perspektiven

Sauberkeit im öffentlichen Raum und neue Perspektiven für Menschen mit Suchterfahrung: Die Kölner Feger des SKM Köln verbinden Beschäftigung, soziale Teilhabe und psychosoziale Begleitung. Bei einem Besuch informierten sich Sozialdezernent Dr. Harald Rau und Sabine Mendez, Geschäftsführerin des Jobcenter Köln, über das Projekt. Gemeinsam mit unserer Vorständin Elisabeth Quiske und Vorstand Jens Röskens begleiteten sie die Teilnehmenden auch auf ihrer Tour.

Wo drogenkonsumierende Menschen ihre Hinterlassenschaften nicht wegräumen (können), sorgen die Kölner Feger für Sauberkeit. Gleichzeitig bietet das Beschäftigungsprojekt Menschen, die selbst abhängig sind und mit Methadon substituiert werden, eine verlässliche Tagesstruktur und Unterstützung.

„Ich finde, das Angebot ist etwas ganz Besonderes, weil hier Teilhabe ermöglicht wird“, betont Sabine Mendez. „Dieses Projekt zeigt, dass es Menschen, die auf den ersten Blick ganz weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind, mit Hilfe gelingen kann, einen strukturierten Alltag zu bewältigen.“

Es gibt 16 Plätze für die Kölner Feger, die über eine Arbeitsgelegenheit (AGH) in Verbindung mit dem Jobcenter und der Stadt Köln gefördert werden. Jeden Tag gehen die Feger eine andere Route in der Stadt. Für jede geleistete Arbeitsstunde erhalten die Feger eine Aufwandsvergütung.

Für Mario, der seit vielen Jahren im Projekt mitarbeitet, ist die Beschäftigung ein wichtiger Bestandteil seines Alltags: „Durch die Kölner Feger bekomme ich Struktur und Hilfe, damit ich meinen Konsum weglasse. Wir werden häufig von Passanten gelobt: Toll, dass ihr das macht!‘ Und das gibt uns Ansporn!“

Beschäftigung als Chance für Veränderung

„Beschäftigung und das Gefühl, anerkannt zu werden, sind wichtige Grundlagen, um einen Perspektivwechsel herbeizuführen“, weiß Nicole Syré, Einrichtungsleitung Beschäftigungshilfe bei der Gemeinnützigen SKM Köln – DE FLO GmbH. Wenn der Konsum wegfällt, verändert sich auch die Tagesstruktur, die vorher durch die Beschaffung der Droge vorgegeben wurde.

Gerade Menschen mit einer Suchterkrankung stehen häufig vor vielfältigen Herausforderungen. Ein Beschäftigungsangebot allein kann diese nicht lösen. Entscheidend ist deshalb die Verbindung von praktischer Tätigkeit und psychosozialer Begleitung. Die Sozialarbeiter unterstützen die Teilnehmenden bei unterschiedlichen Problemlagen und begleiten sie dabei, Schritt für Schritt neue Perspektiven zu entwickeln und im neuen Alltag anzukommen.

Das gewinnt auch mit Blick auf die sich verändernde Konsumsituation in Köln an Bedeutung. Umso wichtiger sind Angebote, die Menschen nicht nur auf ihre Suchterkrankung reduzieren, sondern ihnen Möglichkeiten zur Teilhabe eröffnen und ihre vorhandenen Fähigkeiten stärken. Dabei muss sich auch die Beschäftigungsart immer wieder neu erfinden. Ein neues Projekt von DE FLO ist beispielsweise die „Sozialraumverschönerung“. Teilnehmende bepflanzen und pflegen bunt gestaltet Dosen, die an Straßen, wie der Florastraße in Nippes, aufgestellt werden.

Die Kölner Feger zeigen, wie soziale Arbeit und konkrete Hilfe im öffentlichen Raum miteinander verbunden werden können. Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung und erfahren Anerkennung. Gleichzeitig leisten sie einen sichtbaren, positiven Beitrag für das Stadtbild in Köln. Ein Gewinn für alle Seiten.

Save the Date: Abschlussveranstaltung – Projekt „Digitale Brücke“

Stärkung digitaler Teilhabe wohnungsloser Menschen

Dienstag, 15. September 2026 / 14:00 – 15:30 Uhr / Online

Digitale Teilhabe ist nicht zuletzt abhängig von Zugängen zu technischen Ressourcen und von tragfähigen Netzwerken, in denen Kompetenzen erworben und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Für obdach- und wohnungslose Menschen gestalten sich solche Zugänge und Netzwerke in besonderer Weise als prekär.

Im April 2025 hat der SKM Köln daher das Projekt „Digitale Brücke“ gestartet: In zwei unserer Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe wurden gemeinsam mit Nutzenden, Ehrenamtlichen und Fachkräften Angebote der digitalen Teilhabe entwickelt, implementiert und erprobt. Bei der Bedarfserhebung wurde der SKM Köln durch ein Lehrforschungsseminar der Technischen Hochschule Köln unterstützt. Gefördert wird das Projekt durch die Sozialstiftung NRW.

Weitere Informationen zum Projekt „Digitale Brücke“ finden sich hier: Digitale Brücke 

In unserer Abschlussveranstaltung möchten wir unsere Vorgehensweise sowie die Angebote (Ressourcenzugang, Kompetenzvermittlung, digitale Beratung) vorstellen und anschließend zur fachlichen Diskussion einladen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen im August.

Gefördert durch die SozialstiftungNRW