Aktuelles - SKM Köln
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40 Jahre DE FLO: Das muss gefeiert werden! 

Seit 1986 verbindet DE FLO soziale Integration mit Nachhaltigkeit:…

Kölner Feger: Beschäftigung schafft Teilhabe und neue Perspektiven

Sauberkeit im öffentlichen Raum und neue Perspektiven für Menschen…

Save the Date: Abschlussveranstaltung – Projekt „Digitale Brücke“

Stärkung digitaler Teilhabe wohnungsloser Menschen Dienstag,…

Neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Porz eröffnet

Sozial.Katholisch.Menschlich. SKM Köln erweitert niedrigschwellige…

Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich. Am 19. Dezember lud der Sozialdienst…

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich. Ein Teebeutel, ein Mut-Button…

Neueröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld

Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung Köln, 26.…

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Unsere News

2022

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2021

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2020

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2019

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2018

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Wohnungslosigkeit und Winter

Wohnungslosigkeit in Zeiten des Kälteeinbruchs

Alarmierende Zahlen zur Wohnungslosigkeit

Über eine Million Menschen zum Winterbeginn ohne Zuhause

Die aktuelle Hochrechnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) zeigt eine besorgniserregende Entwicklung:

  • 1.029.000 Menschen waren im Jahr 2024 in Deutschland wohnungslos – ein Anstieg um 11 % gegenüber 2023.
  • Rund 56.000 Menschen lebten ohne jede Unterkunft auf der Straße.
  • 264.000 Kinder und Jugendliche waren betroffen.

Diese Zahlen sind nicht nur Statistik – sie stehen für Menschen, die in der kalten Jahreszeit ohne sicheren Ort leben müssen. Während viele von uns ihre Wohnungen winterfest machen, beginnt für andere eine Zeit existenzieller Unsicherheit.

Warum die Lage sich zuspitzt

Die Ursachen für Wohnungslosigkeit sind bekannt und komplex:

  • Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Rückgang von Sozialwohnungen
  • Armut und soziale Kürzungen, die präventive Hilfen gefährden
  • Steigende Mietpreise, die Haushalte mit geringem Einkommen besonders hart treffen

Nicht nur die BAG W warnt vor einem weiteren Anstieg und fordert entschlossenes Handeln, um die Ziele des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit bis 2030 nicht zu gefährden.

Engagement des SKM Köln auf der Bundestagung in Berlin

Vom 19. bis 21. November 2025 treffen sich fast 1.000 Fachleute in Berlin zur Bundestagung der BAG W. Wir vom SKM Köln sind dabei, um gemeinsam mit Partner:innen Lösungen zu diskutieren.

Unser Ansatz: Wohnungslosigkeit ist kein Randproblem. Sie betrifft die gesamte Gesellschaft.
Neben politischen Forderungen setzen wir auf konkrete Hilfe vor Ort – gerade jetzt, wo die Temperaturen sinken.

Winterhilfe: Wärme schenken in der kalten Jahreszeit

Die Kälte verschärft die Not. Menschen ohne Wohnung sind besonders gefährdet. Deshalb verstärken wir unsere Hilfen in der Winterzeit:

  • Kältegänge in Köln, um Menschen in akuter Gefahr zu erreichen
  • Notunterkünfte und warme Mahlzeiten für Schutz in der Nacht
  • Beratung und Prävention, um Wohnungsverlust zu verhindern

Diese Arbeit ist Teil unseres sozialen Auftrags und sie zeigt, wie wichtig Solidarität in Krisenzeiten ist.

Was jetzt zählt

Die alarmierenden Zahlen der BAG W und die Realität auf unseren Straßen machen deutlich: Es braucht politische Lösungen und gesellschaftliches Engagement.
Unsere Hilfsaktionen zur Winterzeit sind ein Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Verantwortung übernehmen können – nicht als Ersatz für strukturelle Veränderungen, sondern als notwendige Soforthilfe.

Gerade jetzt, wo die Kälte das Leben vieler Menschen bedroht, zählt jede Geste der Solidarität. Mit einer Spende schenkst Du Wärme – in Form von Mahlzeiten, Kleidung und sicheren Schlafplätzen – und gibst Menschen das Gefühl, nicht vergessen zu sein.

 

Jetzt Wärme schenken!

Mit deiner Spende unterstützt du die Arbeit des SKM Köln für Menschen auf der Straße, die in der Kälte leben müssen

Nacht der Lichter 2025

Nacht der Lichter am 28. November 2025

Gemeinsam erinnern, gemeinsam Hoffnung schenken

Der SKM Köln lädt herzlich zur Nacht der Lichter am Freitag, den 28. November 2025, von 18:00 bis 22:00 Uhr in St. Michael am Brüsseler Platz ein.

Die Nacht der Lichter ist eine offene Veranstaltung anlässlich des Welt-AIDS-Tages (1. Dezember). Wir gedenken den Menschen, die an AIDS verstorben sind, und zeigen Solidarität mit allen, die mit HIV/AIDS leben.

Gemeinsam erinnern – gemeinsam helfen!

Mit deiner Spende unterstützt du die Arbeit des SKM Köln für Menschen mit HIV und AIDS. Du schenkst Hoffnung, Solidarität und konkrete Hilfe – dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.


Gemeinsam mit zahlreichen Künstler:innen entsteht in St. Michael eine besondere Atmosphäre des Erinnerns und der Verbundenheit. Die Besucher:innen erwartet eine Mischung aus künstlerischen Beiträgen, Musik und Momenten der Stille. Jede:r ist herzlich willkommen!

Mitwirkende an der Gestaltung des Abends:

  • Installation: Menschennest (Christiane Rath)
  • Solistin: Sarah Hansen
  • Chöre: Zauberflöten, Superterz, Canta Banda, SKM Chörchen, Les Saxosythes, Queer Impro Voices Cologne

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Solidarität, Akzeptanz und Hoffnung.

Let’s talk about Sex and Power

Sozial.Kollegial.Menschlich

Von Whitening-Effekten und dreckigen Wahrheiten

von Marco Petrelli

Es ist Herbst. Die Blätter fallen. Und mir der aktuelle Bericht der AllBright-Stiftung in den Schoß. Und da fällt mir etwas auf und ein: Deutschland, Land der Gleichstellung – zumindest, wenn man den bis zur Unkenntlichkeit retuschierten Gesichtern strahlender Mitarbeiterinnen (Spoiler: Diese Frauen arbeiten zumeist als Fotomodels und nicht im mittleren oder gehobenen Management ebendieser Firmen) in den in Wartebereichen ausliegenden Hochglanzbroschüren der knapp 160 börsennotierten Unternehmen in Deutschland glauben möchte.

Die Realität sieht anders aus: Die Zähne dieser hübsch anzuschauenden Damen sind für die auf Turbo-Employer Branding getunten Werbemittel der dortigen HR-Abteilungen noch nicht weiß genug und müssen künstlich via Photoshop nachgeweißt werden. Und weißgewaschen sind zumeist auch die Statistiken, Zahlen und Darstellungen von Frauen in Führungspositionen dieser Unternehmen. Der Bericht der AllBright-Stiftung belegt diesen Whitening-Effekt: Herbst 2025 ist, wie im Vorjahr, erst jeder fünfte Vorstandsposten mit einer Frau besetzt. Bei den Neurekrutierungen wird wieder häufiger auf Männer zurückgegriffen, der Frauenanteil unter den neu hinzugekommenen Vorstandsmitgliedern beträgt aktuell nur noch 20 Prozent und in den Führungsgremien stagniert er bei 19,7 Prozent in den Vorständen.

Kurz: Gleichstellung findet in stylischen Erdgeschossen, wo man Werbung für Gleichberechtigung macht, auf dem Papier statt. Oben in den Chefetagen sitzt der Herrenclub und macht sich keine Gedanken, ob die eigenen Beißer weiß genug sind, denn man ist ja weitestgehend unter sich und da zählt das Weiß des Sportwagenlacks, der Villa oder des eigenen Bötchens mehr als das des Colgate-Grinsens (und das ist via Private Zahnzusatzversicherung auch schnell wieder hergestellt).
Soweit der polemische Teil, das gehört zur dreckigen Wahrheit deutscher Arbeitswelten dazu.

Und beim SKM Köln? Auch alles weißgewaschen? Weiß wie das eigene Logo auf rotem Hintergrund? Der eigene Claim sagt: „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“ – gehören Frauen auch in die Mitte von Führungsverantwortung oder stehen die Damen der Schöpfung eher am Rand?

Man würde meinen…

  • Kreuz im Logo bedeutet zumeist: Frauen in verantwortlichen Positionen eher mau.
  • „Katholisch“ im eigenen Organisationsnamen: Frauen in verantwortlichen Positionen doppelt mau.
  • Sozialdienst Katholischer Männer(!): Frauen in verantwortlichen Positionen ultimativ mau.

Dass hier nun Werbung in eigener Sache kommt, haben Sie sich als Leser:in wahrscheinlich schon gedacht.
Aber im Ernst: Beim SKM Köln haben wir den turn vollzogen. Hier braucht’s kein Persil, Colgate oder Alpina Weiß um Wahrheiten zu überweißen.

Elisabeth Quiske (links), Vorstandsvorsitzende. Neben ihr: Jens Röskens, Vorstand Sozialpolitik.

Ganz oben (im Organigramm, rein räumlich gibt es noch eine Etage drüber) sitzt Elisabeth Quiske, Vorstandsvorsitzende. Eine Frau. Neben ihr: Jens Röskens, Vorstand Sozialpolitik. Zuvor? Von 2019 bis Oktober 2024 war Quiske Finanzvorständin – Seite an Seite mit Markus Peters als Vorstandsvorsitzendem. Geschlechtergerechte Doppelspitze ist beim SKM fast schon Tradition.

Und die Ebene drunter? Während andere Organisationen noch Diversity-Workshops planen, lebt der SKM das Prinzip „Macht ist kein Männer-Monopol“: Bei der erweiterten Vorstandskonferenz (Vorstand, Stabsstellen und Fachbereichsleitungen) sitzen fünf Frauen und sieben Männer (ca. 42 % Frauenanteil) am Tisch. Bei den Sachgebietsleitungen beträgt der Frauenanteil ca. 62,5 %. Und wir ruhen uns nicht auf unser jüngsten Tradition aus, bevor sie noch zur Ausrede wird für Stillstand. Also: weiterdenken, weiteröffnen, weiterreden.

Und für uns im SKM Köln gilt: Sex and Power – Macht und Geschlecht gehören nicht in getrennte Räume. Sie gehören an denselben Tisch.

Und vielleicht ist es Zeit, dass andere Organisationen sich ein Beispiel nehmen. Herbst ist schließlich die Zeit des Wandels. Und der Herbst ist bunt, nicht weiß.

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