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Save the Date: Abschlussveranstaltung – Projekt „Digitale Brücke“

Stärkung digitaler Teilhabe wohnungsloser Menschen Dienstag,…

Neue Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Porz eröffnet

Sozial.Katholisch.Menschlich. SKM Köln erweitert niedrigschwellige…

Alljährliche Weihnachtsfeier: Serap Güler engagiert sich

Sozial.Katholisch.Menschlich. Am 19. Dezember lud der Sozialdienst…

Von Teezeit, Auszeit und einem kleinen K, das ganz groß wird

Sozial.Katholisch.Menschlich. Ein Teebeutel, ein Mut-Button…

Neueröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle Ehrenfeld

Moderner Anlaufpunkt für Beratung und Begegnung Köln, 26.…
Wohnungslosigkeit und Winter

Wohnungslosigkeit in Zeiten des Kälteeinbruchs

Alarmierende Zahlen zur Wohnungslosigkeit Über eine Million…

Nacht der Lichter 2025

Nacht der Lichter am 28. November 2025 Gemeinsam erinnern, gemeinsam…

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Gemeinsam für die Suchthilfe

Drogenhilfe Köln und SKM Köln setzen sich zusammen für nachhaltige Lösungen am Neumarkt ein

Die Situation rund um die offene Drogenszene am Kölner Neumarkt hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschärft. Steigende Konsumzahlen, wachsende Obdachlosigkeit und eine hohe Zahl an Notrufeinsätzen machen deutlich: Es besteht dringender Handlungsbedarf. Vor diesem Hintergrund hat der Hauptausschuss der Stadt Köln am 29.09.2025 beschlossen, kurzfristig eine Interimslösung zur Verbesserung der Lage am Neumarkt auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, die Situation für suchtkranke und wohnungslose Menschen ebenso wie für Anwohner:innen und die Öffentlichkeit spürbar zu entlasten. Aus diesem Anlass wollen sich der SKM Köln und Drogenhilfe gemeinsam für Lösungen an und um den Neumarkt einsetzen.

Engagement erfahrener Träger: SKM Köln und Drogenhilfe Köln signalisieren Bereitschaft

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 10. Oktober 2025 mit anschließender Ortsbegehung haben der SKM Köln und die Drogenhilfe Köln ihr gemeinsames Engagement für die geplante Interimslösung am Neumarkt angeboten. Beide Träger verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Suchthilfe und sind bereit, Verantwortung für die Umsetzung und fachliche Begleitung zu übernehmen – vorausgesetzt, die Konzeption entspricht den fachlichen Standards und wird ausreichend finanziert. In einem gemeinsamen Schreiben an Stadtverwaltung und Politik betonen sie die Notwendigkeit, etablierte Träger aktiv in die Planung und Umsetzung einzubinden.

Fakten zur aktuellen Lage: Warum eine Interimslösung notwendig ist

Im ersten Halbjahr 2024 wurden im Drogenkonsumraum Neumarkt 29.508 Konsumvorgänge gezählt – das entspricht durchschnittlich 190 pro Tag und bedeutet einen Anstieg von 75 % gegenüber 2022 wie bereits der Kölner Stadtanzeiger berichtete. 21 % der Nutzer:innen konsumieren Crack, 32 % sind obdachlos, 55 % hatten bereits eine Überdosis und 22 % sind nicht krankenversichert – das stellt eine 2023 von der Katholischen Hochschule NRW (katho) vorgelegte Studie fest. Die Polizei meldet laut Beitrag der Kölnischen Rundschau durchschnittlich 16 Notrufeinsätze täglich am Neumarkt. Die hygienischen Bedingungen werden als „katastrophal beschrieben. Zunehmend findet der Crack Konsum außerhalb des Drogenkonsumraums im öffentlichen Raum statt.

Das Kölner Modell: Hilfe vor Ort und nachhaltige Perspektiven

Das von SKM Köln und Drogenhilfe Köln favorisierte „Kölner Modell“ setzt auf niedrigschwellige Angebote in unmittelbarer Nähe zur Szene. Geplant ist der Aufbau von Suchthilfezentren, die medizinische Versorgung, Sozialarbeit, Konsum- und Ruheräume sowie Beschäftigungsangebote bündeln. Ziel ist eine schnelle Hilfe für Konsumierende, die Entlastung des öffentlichen Raums und die Integration wohnungsloser und suchtkranker Menschen. Erfahrungen aus anderen Städten wie Zürich und Frankfurt zeigen, dass solche Modelle erfolgreich sein können, wenn sie an die lokalen Bedingungen angepasst werden.

Stimmen aus der Praxis: Verantwortung und Perspektiven

„Wir stehen bereit, kurzfristig Verantwortung zu übernehmen – etwa für die geplante Aufenthaltsfläche am Neumarkt. Voraussetzung ist, dass die Konzeption fachlich tragfähig ist und tatsächlich zu einer Entlastung der Situation beiträgt“, betont Markus Wirtz, Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln. Jens Röskens, Vorstand Sozialpolitik beim SKM Köln, ergänzt: „Die Stadt Köln ist auf die Kompetenz der etablierten Träger angewiesen, um wirksame und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“ Jane van Well, Sachgebietsleitung Niedrigschwellige Hilfen beim SKM Köln, unterstreicht: „Für das Rauchen von Crack braucht es nicht unbedingt einen Konsumraum – aber eine Anlaufstelle mit umfassendem Angebot.“

Ausblick: Zusammenarbeit für nachhaltige Suchthilfe

Die nächsten Schritte umfassen die Einladung zu Workshops, die Konkretisierung der Maßnahmen durch die Stadt Köln und die aktive Einbindung der etablierten Träger in die Weiterentwicklung des Suchthilfekonzepts. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige und nachhaltige Lösungen für die Suchthilfe am Neumarkt zu schaffen.

Die zugehörige Pressemitteilung erhalten Sie hier als PDF zum Download.

Kunst, Kooperation, konkrete Hilfe

Kunstauktion von Super*me und Pax-Bank zugunsten des SKM Köln

Am 30. Oktober 2025 treffen Kunst und soziales Engagement aufeinander: Im Rahmen einer Kunstauktion unter dem Leitmotiv „We can be Heroes“ wird ein eigens geschaffenes Werk des international renommierten Künstlers Super*me (bürgerlich Thomas Wirth) in den Räumlichkeiten der der Pax-Bank für Kirche und Caritas eG versteigert. Das Kooperationsprojekt von SKM Köln, der Pax-Bank für Kirche und Caritas eG sowie dem Künstler Super*me hat das Ziel, Menschen in akuten Krisensituationen am Kölner Hauptbahnhof mit dem Erlös der Auktion zu unterstützen.

Ein sicherer Hafen am Kölner Hauptbahnhof

Die Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln am Hauptbahnhof ist für viele Menschen in Not mehr als nur eine Anlaufstelle. Hier finden Wohnungslose, Menschen mit Suchtproblemen, psychischen Erkrankungen oder in akuten Lebenskrisen einen Ort, an dem sie nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch Würde, Respekt und individuelle Unterstützung erfahren. Das Team begleitet bei Behördengängen, hilft bei der Wohnungssuche, vermittelt medizinische und psychosoziale Hilfen und bietet einen geschützten Raum für Gespräche. Ziel ist es, gemeinsam mit den Betroffenen Perspektiven zu entwickeln und konkrete Schritte aus der Krise zu ermöglichen.

Die Auktion: Kunst als Impuls für Veränderung

Am Donnerstag, 30. Oktober, wird in den Räumen der Pax-Bank für Kirche und Caritas eG (Christophstraße 35, 50670 Köln) ein exklusives Werk von Super*me versteigert. Die Vorbesichtigung ist ab dem 8. Oktober jeweils mittwochs von 12:30 bis 14:00 Uhr möglich. Die Anmeldung zur Auktion erfolgt bis zum 17. Oktober unter www.pax-bkc.de/vernissage.

Das Kunstwerk von Super*me, wird zugunsten der Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln versteigert.

Das Kunstwerk von Super*me, wird zugunsten der Kontakt- und Beratungsstelle des SKM Köln versteigert.

Mehr zum Künstler

Nach über 30 Jahren als Creative Director & CEO in der Mode- und Werbebranche fand Thomas Wirth durch die Kunst zurück zu innerer Stabilität. Seine großformatigen, neoexpressionistischen Werke sind international gefragt und erzielen Preise zwischen 25.000 und 95.000 Euro. Super*me ist dabei mehr als ein Künstlername – er ist ein ironischer Spiegel der Ich-Gesellschaft, ein Kommentar zur Selbstdarstellung und ein Aufruf zum Handeln. Zuletzt sorgte Wirth mit dem monumentalen „Global Gate“ aus 37 See-Containern auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein für Aufsehen.

Unterstützen Sie die Kontakt- und Beratungsstelle am Kölner Hauptbahnhof –
Spenden Sie Zuversicht und Perspektive

Helfen Sie mit, dass Menschen mit schwierigen Lebensgeschichten am Kölner Hauptbahnhof echte Chancen auf Teilhabe, Würde und einen Weg aus der Krise erhalten.
Ihre Spende macht den Unterschied – für ein Köln, das niemanden zurücklässt.

 

Weitere Informationen:

  • Künstler: https://superme.world/ | Instagram: superme.world
  • Pax-Bank: www.pax-bkc.de
  • Kontakt für Presseanfragen: Oliver Horitzky, E-Mail: , Tel.: +49 171 48 62 226

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Haus der Sozialen Dienste Porz

Ausbau der Suchthilfe in Köln-Porz

Hauptausschuss beschließt Finanzierung für neue Kontakt- und Beratungsstelle

Wie die Stadt Köln in ihrer offiziellen Mitteilung bekanntgab, hat der Hauptausschuss am 29. September 2025 die Finanzierung für eine neue Kontakt- und Beratungsstelle für suchtkranke Menschen in Köln-Porz beschlossen. Damit wird ein zentraler Baustein des städtischen Suchthilfe-Konzepts umgesetzt, das bereits 2017 vom Rat verabschiedet wurde.

Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) Köln übernimmt die Umsetzung und erweitert sein bestehendes Angebot im Haus der Sozialen Dienste in der Goethestraße 7. Die neue Einrichtung richtet sich an Menschen mit stoffgebundener Abhängigkeit – insbesondere von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen – und bietet niedrigschwellige Hilfe direkt im Stadtteil.

Ein Ort für Schutz, Versorgung und Beziehung

Die Kontaktstelle soll nicht nur ein sicherer Ort für Verpflegung, Hygiene und medizinische Erstversorgung sein, sondern auch ein Raum für Begegnung und Vertrauen. Neben Safer Use-Angeboten und Ruheplätzen wird eine kontinuierliche Beratung ermöglicht, die bei Bedarf in weiterführende therapeutische Maßnahmen überleitet.

Georg Peters, Leiter des Hauses der Sozialen Dienste in Porz, beschreibt die Bedeutung der neuen Einrichtung so:

„Ich freue mich, dass die Menschen, die schon seit Jahren zu uns kommen, nun einen noch verlässlicheren Ort erhalten. Hier erfahren sie kontinuierliche Begleitung und Beratung. Das hier ist nicht bloß eine Kontakt- und Beratungsstelle – es ist eine große Chance, Menschen in Beziehung miteinander zu bringen.“ – Georg Peters, Leiter des Hauses der Sozialen Dienste in Porz

Jahrelange Vorarbeit und politischer Rückenwind

Die Entscheidung des Hauptausschusses ist das Ergebnis intensiver Vorarbeit: Bereits seit 2019 hatte der SKM Köln in Abstimmung mit der Stadtverwaltung in Vorleistung gearbeitet. Nach zwischenzeitlicher Verzögerung im Vorjahr bekräftigten Rat und Bezirksvertretung fraktionsübergreifend ihren politischen Willen zur Umsetzung.

Die Finanzierung in Höhe von rund 296.000 Euro jährlich ermöglicht den Betrieb der Kontaktstelle bis Ende 2026. Sie umfasst Personalstellen für Sozialarbeit, FSJ und Praktika sowie Sachkosten für Verpflegung, Hygieneartikel und Raumausstattung.

Drogensucht ist kein Innenstadtproblem

Die Entscheidung der Stadt Köln folgt einer klaren Erkenntnis: Drogensucht ist kein Phänomen, das sich auf zentrale Orte wie den Neumarkt beschränkt. Auch in Stadtteilen wie Porz besteht erheblicher Hilfebedarf. Hinweise aus dem Quartiersmanagement und der Bevölkerung belegen eine Zunahme von Konsumorten und Hinterlassenschaften wie benutzten Spritzen im öffentlichen Raum.

Mit der neuen Kontaktstelle wird ein wichtiger Schritt getan, um suchtkranke Menschen frühzeitig zu erreichen – bevor sich ihre Lebenssituation weiter verschlechtert. Die niedrigschwellige Struktur ermöglicht Zugang ohne bürokratische Hürden und schafft Vertrauen durch Präsenz und Kontinuität.

Für mehr soziale Teilhabe und Prävention

Der SKM Köln betreibt bereits seit 2004 zwei Suchtberatungsstellen in Porz: die Einrichtung „Vor Ort“ mit Fokus auf junge Menschen sowie die Fachambulanz Sucht für Erwachsene und Angehörige. Mit der neuen Kontaktstelle wird das Angebot nun sinnvoll ergänzt und ausgebaut.

Die Maßnahme ist eingebettet in das städtische Drogenhilfekonzept und trägt zur Umsetzung gesetzlicher Vorgaben bei. Sie stärkt die soziale Infrastruktur im Stadtteil und setzt ein klares Zeichen für Prävention, Teilhabe und menschenwürdige Hilfe.