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Lara Glockner
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Lara Glockner2026-07-28 14:29:432026-07-28 14:29:43Save the Date: Abschlussveranstaltung – Projekt „Digitale Brücke“
















35 und 40 Jahre unersetzbare Hilfe
Kontaktstellen am Kölner Hauptbahnhof feiern Jubiläum
Köln, 15. September 2025 – Fehlender Schutz, mehr soziale Isolation, steigende Kriminalität, überlastete Notaufnahmen und eine erhöhte Sterblichkeit. Was wie ein Horrorszenario klingt, wäre ohne die Kontaktstellen am Kölner Hauptbahnhof für wohnungslose und suchtkranke Menschen am Kölner Hauptbahnhof tägliche Realität. Dieses Jahr feiern die Einrichtungen ihr 35-jähriges und 40-jähriges Bestehen. Ihre Beständigkeit zeigt eindrücklich, dass in Köln seit Jahrzehnten ein dringender Bedarf an existenziellen Hilfen besteht.
Kostenlose medizinische Hilfe ohne Vorurteile
Laut einer Befragung der Stadt Köln aus dem Jahr 2024 leben derzeit rund 400 Menschen auf den Straßen der Stadt. Die befragten obdachlosen Personen berichteten zu 70 Prozent von psychischen und/oder physischen Erkrankungen – ausgelöst durch Drogenkonsum, chronische Lungenbelastung oder allgemeine Unterversorgung. Für viele von ihnen ist der Weg in eine Arztpraxis keine Option, oft auch, weil keine Krankenversicherung vorhanden ist.
Genau da setzten die Kontaktstellen am Kölner Hauptbahnhof an: Hilfesuchende haben werktäglich die Möglichkeit, die Dienste eines Arztes oder einer Ärztin in Anspruch zu nehmen – kostenlos, auch ohne Versicherungskärtchen, und vor allem ohne Vorurteile. „Immer orientiert daran, was der Mensch ganz konkret benötigt, entwickeln wir unsere Hilfen kontinuierlich weiter. Wichtig ist dabei der geschützte Rahmen. Für ein paar Stunden entkommen die Menschen der Einsamkeit auf der Straße“, erklärt Jane van Well, Sachgebietsleiterin Niedrigschwellige Hilfen des SKM Köln.
Hilfe auch in Krisensituationen
Auch während der Corona-Pandemie, als viele Einrichtungen schließen mussten und Hilfsangebote wegbrachen, blieben die Kontaktstellen am Hauptbahnhof geöffnet. „Gerade wohnungslose Menschen litten unter den Einschränkungen, das Haus nicht mehr verlassen zu dürfen. Denn wenn man kein Haus hat, wohin dann? Wir standen auf dem Bahnhofsvorplatz und haben Carepakete verteilt und sind Anlaufstelle geblieben – auch für viele, die sonst nie Hilfe suchten“, erzählt Ralf Promper, Einrichtungsleiter am Hauptbahnhof.
Entlastung des öffentlichen Raums
Für ein konfliktarmes Bahnhofsviertel
Die Kontaktstellen am Hauptbahnhof verhindern mit ihrer Arbeit, dass Menschen aus Risikogruppen im öffentlichen Raum verweilen oder Drogen auf der Straße konsumieren müssen. „Wir tragen aktiv zur Befriedigung des Umfelds bei und entlasten Institutionen rund um den Hauptbahnhof“, so Ralf Promper. Die jahrzehntelange Arbeit zeigt: Hier wird kontinuierlich an Lösungen gearbeitet – im Sinne der Betroffenen und der Öffentlichkeit.
Zukunft ungewiss trotz jahrzehntelanger Erfolge
Doch trotz 40-jähriger Erfolgsgeschichte ist der Fortbestand nicht gesichert. Auch die Kontaktstellen am Hauptbahnhof sind von den Kürzungen im Doppelhaushalt der Stadt Köln betroffen. Was hier im Schatten des Doms dennoch täglich geleistet wird, rettet Leben. Ganz konkret und ganz unmittelbar. Und das ganze seit nunmehr 35 bzw. 40 Jahren.
Helfen Sie mit – Ihre Spende zählt!
Die Kontaktstellen am Kölner Hauptbahnhof sind ein Ort der Menschlichkeit, des Schutzes und der medizinischen Versorgung für diejenigen, die sonst oft übersehen werden. Damit diese wichtige Arbeit auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Unterstützen Sie die Kontaktstellen mit Ihrer Spende – für ein Köln, das niemanden zurücklässt.
Herzliche Einladung
Wir laden Sie sehr herzlich ein, gemeinsam mit uns und unseren Klient:innen das Doppeljubiläum der Kontaktstellen am Kölner Hauptbahnhof zu feiern. Seit 35 und 40 Jahren leisten die Einrichtungen unverzichtbare Hilfe für wohnungslose und suchtkranke Menschen in unserer Stadt.
Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Bedeutung dieser Arbeit für Köln hervorzuheben.
Presseinformationen
Die Jubiläumsveranstaltung der Kontaktstellen findet am 31. Oktober 2025 ab 11 Uhr statt. Journalist:innen sind herzlich eingeladen, ab Veranstaltungsbeginn vor Ort zu sein. Es besteht die Möglichkeit zum Austausch mit der Einrichtungsleitung sowie – sofern gewünscht – mit Klient:innen. Ein gesonderter Pressetermin oder Akkreditierungsverfahren ist bewusst nicht vorgesehen.
Wir bitten jedoch um vorherige Anmeldung über den Pressekontakt des SKM.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen stehen wir Ihnen unter dem angegebenem Kontakt gerne zur Verfügung:
Lara Glockner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Große Telegraphenstraße 31, 50676 Köln
Mobil: +49173 2655989
Kölner Kommunalwahl 2025
Der SKM Köln gratuliert und bietet Zusammenarbeit für ein soziales Köln an
Der SKM Köln gratuliert den bei der Kölner Kommunalwahl 2025 gewählten Ratsmitgliedern der demokratischen Fraktionen herzlich zu ihrem Mandat. Mit dieser Wahl beginnt eine neue Phase kommunaler Verantwortung. Und damit auch die Chance, die soziale Zukunft unserer Stadt zu gestalten.
Als Sozialverband mit über 70 Einrichtungen in Köln und Umgebung erleben wir täglich, wie politische Entscheidungen das Leben von Menschen beeinflussen. Nicht nur Menschen, die in schwierigen Lebenslagen Unterstützung benötigen, sondern alle Menschen sind auf eine funktionierende soziale Infrastruktur angewiesen.
Rahmenbedingungen für ein soziales Köln
Dabei sehen wir, wie wichtig stabile Rahmenbedingungen sind; darunter bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Finanzierung sozialer Angebote und eine Stadt, die mit den Trägern auf Augenhöhe zusammenarbeitet. Entsprechend haben wir als SKM Köln im Vorfeld der Kommunalwahl 2025 immer wieder auf die für das soziale Köln wichtigen Themen aufmerksam gemacht. Die Herausforderungen sind groß, aber lösbar, wenn Politik, Verwaltung und soziale Träger konstruktiv zusammenarbeiten. Der Stadtrat muss die vor der Wahl vielfach beschworene Bedeutung des sozialen Kölns mit konkreten und verbindlichen Beschlüssen stärken.
Der SKM Köln versteht sich als aktiver Partner der Stadtgesellschaft. Wir bringen unsere Expertise ein, um gemeinsam mit den neuen politischen Verantwortlichen Lösungen zu entwickeln, die langfristig wirken. Wir sind überzeugt: Ein soziales Köln entsteht dort, wo Menschen gesehen, gehört und unterstützt werden. Und wo politische Entscheidungen die Lebensrealität derjenigen berücksichtigen, die am meisten auf Solidarität angewiesen sind.
SKM-Vorstand gratuliert und positioniert sich nach Kommunalwahl 2025
In diesem Zusammenhang gratuliert der Vorstand des SKM Köln nach dem Ausgang der Kommunalwahl 2025 und formuliert seine Perspektive sowie sein Angebot zur Zusammenarbeit:
Der Vorstand des SKM Köln: Elisabeth Quiske (links) und Jens Röskens (rechts). Foto: SKM Köln.
„Die Kommunalwahl ist ein demokratischer Neustart. Damit verbunden ist die Gelegenheit und die Erwartung gemeinsamer Gestaltung. Der SKM Köln bringt seine Erfahrung aus der sozialen Praxis gerne ein, um gemeinsam mit Politik und Verwaltung konkrete Wege für ein solidarisches Köln zu gestalten. Wir wünschen dem neuen Stadtrat eine gute Hand für die sozialpolitischen Herausforderungen unserer Stadt“, so Jens Röskens, Vorstand SKM Köln.
Vorstandsvorsitzende Elisabeth Quiske ergänzt: „Ich sehe in dieser neuen Ratsperiode eine echte Chance, die soziale Infrastruktur unserer Stadt nachhaltig zu stärken. Als SKM Köln ist uns wichtig, dass die Lebensrealitäten der Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, in politische Entscheidungen einfließen. Wir stehen bereit für den Dialog und für eine Zusammenarbeit, die soziale Gerechtigkeit in Köln konkret voranbringt.“
Kinderrechte von Anfang an
Gemeinsamer Fachtag von SKM Köln und katho
Kinderrechte und Partizipation in der frühen Kindheit – Impulse für Praxis, Haltung und Personalentwicklung
Kinder haben ein Recht darauf, mitzureden, mitzuwirken und ihr Leben aktiv mitzugestalten. Unter dem Motto „Teilnehmen, teilgeben, teilsein“ haben wir als SKM Köln gemeinsam mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Standort Köln, am 12. September 2025 einen Fachtag organisiert. Hierbei stand das Thema Kinderrechte und Partizipation in der frühen Kindheit im Mittelpunkt .
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Personalentwicklungsstrategie für Wissenschaft und Innovation (WIN)“ statt. Sie wurde aus Mitteln des Förderprogramms „FH-Personal“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.
Fachlicher Auftakt und thematische Einordnung
Im Audimax der katho Köln eröffnete Prof.in Dr.in Karla Verlinden als Moderatorin den Tag. Sie begrüßte die Teilnehmenden und sprach einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Organisation der Veranstaltung aus.
Anschließend stellte Eduard Anselm, Projektkoordinator „FH Personal“, die Personalentwicklungsstrategie für Wissenschaft und Innovation (WIN) vor.
SKM Vorstand Jens Röskens bei seiner Begrüßungsrede zum Fachtag über Kinderrechte und Partizipation. Foto: SKM.
Jens Röskens, SKM-Vorstand, folgte mit seiner Begrüßung und betonte die Bedeutung von Kinderrechten als verbindliche Grundlage für pädagogisches Handeln und dass Kinderrechte nicht verhandelbar seien. Sie bilden nach Röskens die Basis für eine professionelle, menschenrechtsorientierte Arbeit in den Einrichtungen des SKM. Zudem dankte er den vielen versammelten Erzieher:innen und allen Beteiligten ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit im Sinne der Kinderrechte und Partizipation.
Markus Meller, Leiter des Sachgebiets SKM-Familienzentren, betonte im Anschluss die Bedeutung, dass Kinder ihre Lebenswelt aktiv und demokratisch mitgestalten und Kinderrechte sowie Partizipation in Kitas wahrnehmen können. Und dass die frühe Beteiligung und Teilhabe von Kindern nicht immer einfach ist, wurde deutlich an der Schlüsselfrage „Wie viel Partizipation hält deine Kita-Gruppe aus?“
Darauf folgte eine Keynote von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker. Hierin verdeutlichte er, warum Partizipation kein Zusatzangebot, sondern ein verankertes Kinderrecht ist – auch und gerade für die Jüngsten. Mit seinen Ausführungen verband er die rechtlichen Grundlagen mit der pädagogischen Praxis. Dabei zeigte er auf, welche strukturellen Voraussetzungen notwendig sind, um Beteiligung von Kindern wirksam umzusetzen.
Workshops: Praxisnahe Vertiefung zentraler Fragestellungen
In zwei Workshop-Runden (11:00–12:15 Uhr und 13:30–14:45 Uhr) wurden insgesamt 11 Themenfelder behandelt. Sie beleuchteten unterschiedliche Aspekte von Kinderrechten und Partizipation:
Wer sich über Kinderrechte und Partizipation auf dem Fachtag informieren wollte, hatte bei den Workshops eine breite Auswahl. Foto: SKM.
Die Workshops boten Raum für fachliche Diskussion, Erfahrungsaustausch und methodische Vertiefung. Dazu wurden die Ergebnisse im Graphic Recording von Daniela von Palubicki dokumentiert – ein visuelles Protokoll, das die Vielfalt der Perspektiven und Impulse auf einen Blick sichtbar macht.
Ein Signal für unsere Arbeit
Für den SKM Köln ist klar: Kinderrechte und Partizipation gehören ins Zentrum unserer Arbeit – sowohl in den Familienzentren als auch in allen anderen Bereichen. Sie prägen nicht nur unser pädagogisches Handeln, sondern unser Selbstverständnis als Träger sozialer Dienste. „Kinderrechte und Partizipation bedeutet, Kindern von klein auf Gehör zu schenken und ihre Wünsche und Vorstellungen ernst zu nehmen. Sie haben das Recht, ihre Sichtweise einzubringen und in Aushandlungsprozesse zu gehen. Wir als Fachkräfte haben die Aufgabe, dies möglich zu machen und zu unterstützen. Damit wird in der frühkindlichen Bildung eine wichtige Grundlage für ein späteres Demokratieverständnis gebildet“, betont Fabian Stettes, Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe SKM Köln.
Diese Haltung ist im SKM Köln konzeptionell verankert und zeigt sich in der täglichen Arbeit mit Kindern und Familien auch inmitten der Herausforderungen des Kita-Alltags. Sie ist Ausdruck eines umfassenden Verständnisses von sozialer Verantwortung, Menschenwürde und Teilhabe.
SKM Köln als Arbeitgeber mit Haltung
Der Fachtag war auch ein Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden. Wir möchten Räume schaffen, in denen Menschen fachlich wachsen, neue Impulse erhalten und gesellschaftlich relevante Themen aktiv mitgestalten können. „Beim SKM Köln zu arbeiten heißt, Zukunft mitzugestalten für Kinder, Familien und unsere Stadt. Unser Engagement für Kinderrechte ist Teil unseres Profils als Arbeitgeber, der Haltung zeigt und Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bietet,“ sagt Elisabeth Quiske, SKM-Vorstandsvorsitzende.
Als Arbeitgeber setzt der SKM Köln u.a. auf:
Demgemäß unterstreicht die Veranstaltung: Der SKM Köln fördert nicht nur Kinder, sondern auch die Menschen, die mit ihnen arbeiten.
Ausblick: Nachhaltige Verankerung von Kinderrechten in der Praxis
Die Impulse des Fachtages fließen direkt in die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte und die Arbeit in den Familienzentren ein. Entsprechend ist es Ziel, die Kinderrechte systematisch und nachhaltig in der Praxis zu verankern und die Partizipation von Kindern als Qualitätsmerkmal weiter auszubauen.
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