Wohnungslosigkeit in Zeiten des Kälteeinbruchs
Alarmierende Zahlen zur Wohnungslosigkeit
Über eine Million Menschen zum Winterbeginn ohne Zuhause
Die aktuelle Hochrechnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) zeigt eine besorgniserregende Entwicklung:
- 1.029.000 Menschen waren im Jahr 2024 in Deutschland wohnungslos – ein Anstieg um 11 % gegenüber 2023.
- Rund 56.000 Menschen lebten ohne jede Unterkunft auf der Straße.
- 264.000 Kinder und Jugendliche waren betroffen.
Diese Zahlen sind nicht nur Statistik – sie stehen für Menschen, die in der kalten Jahreszeit ohne sicheren Ort leben müssen. Während viele von uns ihre Wohnungen winterfest machen, beginnt für andere eine Zeit existenzieller Unsicherheit.
Warum die Lage sich zuspitzt
Die Ursachen für Wohnungslosigkeit sind bekannt und komplex:
- Mangel an bezahlbarem Wohnraum und Rückgang von Sozialwohnungen
- Armut und soziale Kürzungen, die präventive Hilfen gefährden
- Steigende Mietpreise, die Haushalte mit geringem Einkommen besonders hart treffen
Nicht nur die BAG W warnt vor einem weiteren Anstieg und fordert entschlossenes Handeln, um die Ziele des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit bis 2030 nicht zu gefährden.
Engagement des SKM Köln auf der Bundestagung in Berlin
Vom 19. bis 21. November 2025 treffen sich fast 1.000 Fachleute in Berlin zur Bundestagung der BAG W. Wir vom SKM Köln sind dabei, um gemeinsam mit Partner:innen Lösungen zu diskutieren.
Unser Ansatz: Wohnungslosigkeit ist kein Randproblem. Sie betrifft die gesamte Gesellschaft.
Neben politischen Forderungen setzen wir auf konkrete Hilfe vor Ort – gerade jetzt, wo die Temperaturen sinken.
Winterhilfe: Wärme schenken in der kalten Jahreszeit
Die Kälte verschärft die Not. Menschen ohne Wohnung sind besonders gefährdet. Deshalb verstärken wir unsere Hilfen in der Winterzeit:
- Kältegänge in Köln, um Menschen in akuter Gefahr zu erreichen
- Notunterkünfte und warme Mahlzeiten für Schutz in der Nacht
- Beratung und Prävention, um Wohnungsverlust zu verhindern
Diese Arbeit ist Teil unseres sozialen Auftrags und sie zeigt, wie wichtig Solidarität in Krisenzeiten ist.
Was jetzt zählt
Die alarmierenden Zahlen der BAG W und die Realität auf unseren Straßen machen deutlich: Es braucht politische Lösungen und gesellschaftliches Engagement.
Unsere Hilfsaktionen zur Winterzeit sind ein Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Verantwortung übernehmen können – nicht als Ersatz für strukturelle Veränderungen, sondern als notwendige Soforthilfe.
Gerade jetzt, wo die Kälte das Leben vieler Menschen bedroht, zählt jede Geste der Solidarität. Mit einer Spende schenkst Du Wärme – in Form von Mahlzeiten, Kleidung und sicheren Schlafplätzen – und gibst Menschen das Gefühl, nicht vergessen zu sein.







