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  • Winterhilfe für Wohnungslose in Köln: keiner soll erfrieren.

Winterhilfe in der Vorgebirgstraße öffnete am 17.11.2018

Stadt Köln stellt zusätzliche Plätze zur Verfügung und schaltet eine Hotline

Die Stadt Köln bietet in diesem Winter wieder besondere Hilfen für wohnungslose Menschen an. Die sogenannte humanitäre Winterhilfe in der Vorgebirgstraße öffnete angesichts der sinkenden Temperaturen am Samstag, 17. November 2018, ihre Türen. In Kooperation mit dem Sozialdienst Katholischer Männer Köln (SKM Köln) stellt die Stadt in der Einrichtung zusätzliche Betten bereit. Die humanitäre Winterhilfe ist täglich von 19 Uhr bis 8 Uhr morgens geöffnet.

Die Verwaltung hat in enger Kooperation mit dem Sozialdienst Katholischer Männer Köln am 22. Oktober 2018 ein ganzjähriges Übernachtungsangebot im Rahmen der humanitären Hilfen für wohnungslose Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung in der Vorgebirgstraße eröffnet. Das niederschwellige Angebot richtet sich an Personen, für die das bestehende Hilfesystem keine Angebote vorhält, zum Beispiel wegen fehlender Leistungsansprüche oder sprachlich-kultureller Hürden. Für dieses Angebot stehen vor Ort bis zu 90 Plätze zur Verfügung.

Insgesamt stehen mit Start der „Winterhilfe“ in der Vorgebirgstraße Plätze für bis zu 170 Frauen und Männer zur Verfügung. Diese können innerhalb des Hauses flexibel belegt werden. Eröffnungs- und Schließungstermin der Einrichtung sind wetterabhängig. Es handelt sich dabei um ein niedrigschwelliges Angebot, das ausschließlich zur Übernachtung genutzt werden kann. Das Projekt wird ebenso wie das ganzjährige Übernachtungsangebot durch den Sozialdienst Katholischer Männer betreut. Diese spezielle Unterkunft ist frei zugänglich, sie kann aber auch über die Träger der Wohlfahrtspflege, Polizei, KVB, Ordnungsamt, Bahnhofsmission oder andere Notschlafstellen vermittelt werden.

Mit der „Winterhilfe“ soll Wohnungslosen in der kalten Jahreszeit in Zusammenarbeit mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe ein zusätzlicher Schutz vor Kälte und Nässe ermöglicht werden. Extreme Temperaturen oder Schneefälle in der kalten Jahreszeit führen dazu, dass auch Menschen eine Unterbringung wünschen, die bei normalen Witterungsbedingungen auf der Straße leben und in dieser Zeit bestehende Unterbringungsangebote ablehnen. Aber auch Menschen, die sich in Köln aufhalten und kein Einkommen oder keine Ansprüche auf Sozialleistungen haben, bedürfen in solchen Notsituationen einer humanitären Hilfe und einem Schutz vor gesundheitlichen Schäden.

Auch in diesem Jahr bietet die Stadt Köln eine Telefonnummer an, unter der Bürgerinnen und Bürger sich melden können, wenn sie hilflose wohnungslose Menschen bemerken, die bei Minustemperaturen im Freien schlafen. Diese Hotline ist täglich 24 Stunden erreichbar. Die Rufnummer lautet: 0221 / 474 555 45.

Bei akut gefährdeten Menschen werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich umgehend an den Rettungsdienst unter 112 zu wenden.

Den Volltext der Presseerklärung finden Sie hier

Auch die Caritas ruft zu mehr Achtsamkeit für Menschen auf der Straße auf, Kältegänger helfen mit Tee und Decken vor Ort. Bistumsweit stehen 730 Notschlafplätze für Obdachlose zur Verfügung.

Zur vollständigen Pressemitteilung vom 23.11. geht es hier 

Aktualisiert am 26.11.2018

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