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    „Die vergessene Mehrheit –
    Versorgungslücken für Alkoholkranke in Deutschland“

Fachtags 2020 Die vergessene Mehrheit

Digitaler Fachtag des SKM Köln

Am 06.10.2020 hat der SKM Köln seinen diesjährigen Fachtag zum Thema

„Die vergessene Mehrheit – Versorgungslücken für Alkoholkranke in Deutschland“

in digitaler Form, also im Videoformat durchgeführt, in das sich die Teilnehmenden von überall einwählen konnten.

Nach Angaben der Bundesärztekammer stellen Abhängigkeitserkrankungen ein weit verbreitetes sozialmedizinisches Problem dar. 6,7 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Etwa 1,6 Millionen Menschen dieser Altersgruppe gelten als alkoholabhängig (ESA 2018).

Die volkswirtschaftliche Bedeutung sowie die persönlichen und familiären Folgen des Alkoholkonsums in Deutschland sind enorm. Das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko ist außerordentlich hoch. Hinzu kommen Folgen wie Arbeitsausfälle, ein erhöhtes Risiko für Unfälle, Aggressivität und Gewalt. Aber auch Angehörige und Familien sind sehr hohen gesundheitlichen und sozialen Belastungen ausgesetzt, insbesondere Kinder aus suchtbelasteten Familien. Von den Erkrankten werden derzeit jedoch lediglich 10-15 Prozent erreicht. Denkt man die Gruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit, sinkt die Erreichungsquote weiter ab.

Viele Menschen mit alkoholbezogenen Störungen sind in ärztlicher Behandlung, aber die Kooperationen – und damit der Transfer – zwischen den Systemen „Suchthilfe“ und „hausärztliche Grundversorgung“ funktionieren noch nicht ausreichend. Besonders erfolgversprechend ist in der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen jede frühzeitige Kontaktaufnahme der Betroffenen zum Hilfesystem. Eine gute Zusammenarbeit ambulanter Einrichtungen der Suchthilfe und der Suchtselbsthilfe mit den Arztpraxen vor Ort scheint deshalb zielführend.

Dr. Gallus Bischof von der Uni Lübeck hielt den Einführungsvortrag, den Sie hier (2020-10-06_Fachtag_Dr.Bischof_Vortrag) einsehen können. Anschließend diskutierte ein hochrangig besetztes Podium, bestehend aus

  • Herrn Dr. Hutterer (KVNO)
  • Frau Dr. Schneider (LVR-Klinik Merheim)
  • Herrn Prof. Dr. Klein (KatHO Köln)
  • Herrn Dr. Albers (Gesundheitsamt Köln)
  • Frau Baars (Jugendamt Köln)
  • Herrn Teutenberg (SKM Köln)

das Thema. Die Teilnehmenden konnten per Chat Fragen stellen und auch live zugeschaltet werden … ein spannendes Format, das auch gut funktioniert hat. Ca. 50 interessierte Fachkräfte haben auf diese Art am Fachtag teilgenommen.

Wir danken allen, die an der erfolgreichen Durchführung des Fachtages mitgewirkt haben. Vor allem danken wir dem Referenten und den Podiumsgästen. Besonders danken wir Herrn Steinberger und Herrn Post vom Transfernetzwerk für Soziale Innovation s_inn der KatHO für die Moderation und die technische Begleitung des Fachtages.

Die Ergebnisse zum Fachtag können unter folgendem Link nachgelesen werden: 2020-10-12_Fachtag_Ergebnis

Norbert Teutenberg

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