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130 Jahre Kölner Gefangenen-Fürsorgeverein von 1889

Feier im Oberlandesgericht Köln

Am 3. September feierte der Kölner Gefangenenfürsorgeverein von 1889 e.V. (KGFV) sein 130-jähriges Jubiläum im Oberlandesgericht Köln. Gäste waren neben Vertretern der Justiz auch Gräfin von Schwerin als Präsidentin des Oberlandesgerichts Köln und Hausherrin, Angela Wotzlaw, Leiterin der Justizvollzugsanstalt Köln Ossendorf sowie Oberstaatsanwalt Joachim Roth. Die beiden Vereinsvorsitzenden Markus Peters (SKM Köln) und Monika Kleine (SkF e. V Köln) konnten als Ehrengast den Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Peter Biesenbach (MdL), begrüßen, der in seiner Rede die Wichtigkeit des Vereins betonte: „Ohne die freiwillige Straffälligenhilfe wären wir in unseren Strafanstalten aufgeschmissen.“ Nach der Feierstunde mit rund 60 Gästen, einer Lesung von Christian Linker und Gefängnisseelsorger Stefan Ehrlich aus dem Buch „RaumZeit“, ging es in einen angeregten Austausch – musikalisch untermalt von José Díaz de León und David Riter, zwei jungen Musikern aus dem Musikprojekt „Zukunftsmusiker“ des SKM Köln.

Ein Blick zurück

Der Verein und seine Vorgängerin, die Kölner Gefängnisgesellschaft von 1829, brachten erstmals eine Idee von Humanismus und Humanität sowie konkretes Engagement für die Betroffenen in den Umgang mit Straffälligen und Strafgefangenen. Damals wie heute liegt ein Fokus des Vereins darauf, mit geeigneten Angeboten erneute Straffälligkeit zu verhindern. Denn der Weg zurück in die Gesellschaft beginnt bereits am ersten Haft-Tag in der JVA. War die Arbeitsvermittlung seit der Gründung ein wichtiger Vereinszweck, liegt heute ein weiterer wichtiger Fokus auf dem Wohnen. Auch ein gezieltes Übergangsmanagement, für dass sich der Verein stark macht, soll befördern, dass die Haftentlassenen, zurück in der Freiheit, Struktur und Halt finden und einem Rückfallpotential durch Resozialisierung vorgebeugt wird.

Der Zukunft zugewandt

Das Jubiläum sollte Anlass sein, die Kölner Öffentlichkeit für die Probleme von Strafgefangenen, Haftentlassenen und deren Angehörigen zu sensibilisieren, auf die Notwendigkeit der Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen – und darüber in Austausch zu kommen. Auch wenn sich der Geist des Strafvollzugs in den letzten 130 Jahren deutlich verändert hat und neben Arbeit und Wohnen die Resozialisierung in den Mittelpunkt stellt, braucht es Vereine wie den KGFV, der als Bindeglied zwischen Justiz, Strafvollzug und freien Trägern gemeinsam mit den verschiedenen Parteien immer wieder nach Wegen sucht, um Ideen zu Prävention und Resozialisierung zeit- und zielgruppengerecht umzusetzen.

Ehrenamtlich Engagierte gesucht

Der Verein und die Dienste der Straffälligenhilfe freuen sich über ehrenamtlich Engagierte. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des KGFV, der Straffälligenhilfe des SKM Köln und der Straffälligenhilfe des SkF Köln.

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