40 Jahre DE FLO: Das muss gefeiert werden!
Seit 1986 verbindet DE FLO soziale Integration mit Nachhaltigkeit: Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt nur geringe Chancen haben, finden hier Beschäftigung, Struktur und Teilhabe. Gleichzeitig werden Möbel, Kleidung und Hausrat aufbereitet und wiederverwendet.
Am 4. September wurde das Jubiläum der Beschäftigungshilfe des SKM Köln in Köln-Nippes gemeinsam mit rund 70 Gästen gefeiert. Mit dabei waren Vertreter: innen aus Politik und Stadtverwaltung, Fördernde, Mitarbeitende von DE FLO und dem SKM Köln sowie Ehrenamtliche und langjährige Wegbegleitende.
Aus gebrauchten Dingen entstehen neue Chancen
Was heute selbstverständlich klingt, war bei DE FLO schon früh Teil des Konzepts: Dinge weiterverwenden, Ressourcen schonen und Abfall vermeiden. Durch die Wiederverwertung gespendeter Kleidung, Möbel und Hausrat werden nach Berechnungen von DE FLO durchschnittlich 368,7 Kilogramm CO₂ pro Tag eingespart.
Doch Nachhaltigkeit bedeutet hier mehr als Ressourcenschonung. Wie eng die soziale und die ökologische Arbeit miteinander verbunden sind, wurde bei einem Rundgang und in Gesprächen deutlich. Ob in der Holzwerkstatt, im Bereich Möbel und Hausrat, bei Bekleidung und Accessoires, bei Wohnungsauflösungen oder bei den „Kölner Fegern“: Die Beschäftigten übernehmen Verantwortung für konkrete Aufgaben und tragen gleichzeitig zu einem sozialen Miteinander bei und dazu, dass gebrauchte Dinge eine zweite Chance bekommen.

Zusammenhalt und Teilhabe für eine starke Gesellschaft
„DE FLO zeigt seit 40 Jahren, was Teilhabe wirklich bedeutet: Menschen nicht auf ihre Vergangenheit zu reduzieren, sondern an ihre Zukunft zu glauben“, sagte Elisabeth Quisque, Vorstandsvorsitzende des SKM Köln, bei der Jubiläumsfeier und betonte: „DE FLO ist ein starkes Zeichen dafür, dass Soziale Arbeit wirkt. Denn hier entstehen aus gebrauchten Dingen nicht nur neue Produkte, sondern vor allem neue Perspektiven für Menschen.“
Lena Teschlade, Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Fraktion im NRW-Landtag, würdigte DE FLO als Beispiel dafür, wie das Recht auf Teilhabe am Arbeitsmarkt in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann und wie stark die Gesellschaft davon profitiert. Sie plädierte dafür, solche Projekte zu stabilisieren und perspektivisch auch in Regelleistungen zu überführen, um eine verlässliche Finanzierung zu ermöglichen.
Das Jobcenter Köln fördert die Beschäftigungshilfen von DE FLO seit vielen Jahren. Auch deshalb ließ es sich Sabine Mendez, Geschäftsführerin des Jobcenters Köln, nicht nehmen, DE FLO persönlich zum Jubiläum zu gratulieren: „Was hier heute noch einmal ganz deutlich wird, ist der Zusammenhalt, der hier entsteht und den die Gesellschaft ganz besonders braucht.“

Ein Ort für Wohnen, Arbeit und Begegnung
DE FLO ist heute längst mehr als eine Beschäftigungshilfe. Nach der umfassenden Sanierung des ehemaligen Nachkriegsgebäudes sind hier 37 öffentlich geförderte Wohnungen, neue Räume für DE FLO, ein Café sowie Seminar- und Begegnungsflächen entstanden.
Ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammenkommen. Ein Ort, an dem Menschen durch ganz konkrete Aufgaben erfahren, dass sie gebraucht werden.








