Sie befinden sich hier: Home » Aktuelles » Systemrelevanz erfordert Investitionen in die soziale Infrastruktur

Systemrelevanz erfordert Investitionen in die soziale Infrastruktur

Regelhafte Sozialleistungen müssen in Krisen Lebensgrundlagen absichern

Der SKM Köln unterstützt die Stellungnahme des Kölner Diözesan-Caritasdirektors zu den Lehren der Corona-Krise. In der neuesten Ausgabe der „Caritas in NRW“ (3/2020) schreibt Hensel über die jetzt notwendigen Konsequenzen aus der Kennzeichnung „Systemrelevanz“. Der Vorstandsvorsitzende des SKM Köln, Markus Peters, ergänzt, dass die Hilfesysteme, aber auch die regelhaften Sozialleistungen gerade für wohnungslose und suchtkranke Menschen, grundsätzlich so gestaltet sein müssen, dass sie auch in Krisen die Lebensgrundlagen absichern. „Charity ist gelebte Solidarität und damit auch ein wichtiges Zeichen funktionierenden Zusammenhalts! In existentiellen Fragen sollte jedoch kein Mensch in Deutschland darauf angewiesen sein. Das ist auch nicht mit dem Gedanken eines sozialen Rechtsstaates vereinbar. In Köln gilt es, die gute soziale Infrastruktur zu sichern und krisenfest zu machen – auch angesichts erwartbar knapperer öffentlicher Kassen. Auf Bundesebene muss dringend der Regelsatz auf das reale Existenzminimum angepasst werden.“

Der Deutsche Caritasverband fordert in diesem Zusammenhang (s. PM vom 2.7.20) für Menschen, die schon während ihres Berufslebens auf Grundsicherung angewiesen sind, eine bedarfsdeckende Grundsicherung gegen Armut im Alter: „Der Hartz IV-Regelsatz, der gegenwärtig von der Bundesregierung neu berechnet wird, muss so gestaltet sein, dass ein auskömmliches Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird“,  so Caritas-Präsident Peter Neher.

Weitere News