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  • Gut gelaunt und einvernehmlich überzeugt bei der Präsentation des Ergebnisses: Vertreter von Politik, Stadt, KASA (Kölner Anti Spray Aktion) und SKM Köln mit OB Henriette Reker

Streetart Geldernstraße: We build this city

Grafitti-Gesamtkunstwerk offiziell übergeben

Unsere Stadt soll schöner werden – dieses Ziel hat sich auch der Stadtteil Bilderstöckchen anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums in diesem Jahr gesetzt. Graffiti spielte hierbei in den zurück liegenden 3 Wochen eine entscheidende Rolle. Seit Anfang April wurde entlang der Parkgürtels bzw. Mauenheimer Gürtels sowie an der Haltestelle Geldernstraße / Parkgürtel im Rahmen des Kunstprojekts „We build this city“ als Auftragsarbeit der Bezirksvertretung Nippes bereits kräftig gesprüht. Die Mauer beidseitig der Straße wurde über eine Länge von 130 Metern und damit eine Fläche von rund 1000 Quadratmeter mit Graffiti- Bildern gestaltet.

Am Samstag, dem 27.04.2019, fand dieses seit langer Zeit beabsichtigte Projekt mit der offiziellen Übergabe seine Vollendung: Neben der Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, folgten rund 80 eingeladene Gäste aus der Bezirksvertretung Nippes, Jugendliche und junge Erwachsene aus der beteiligten und aktiven Graffiti-Szene, aus der Bezirksverwaltung Nippes, der Vorsitzenden der KASA (Kölner Anti-Spray-Aktion) sowie AnwohnerInnen aus der näheren Umgebung von Bilderstöckchen und Mauenheim, der Einladung zur kleinen Feier, zu der der SKM Köln eingeladen hatte.

Den 20 Graffiti-Crews aus ganz Köln und Umland war es gelungen, im Rahmen dieses Projekts eine „Street Art Gallery“ im öffentlichen Raum zu erstellen. Unter den nun zu betrachtenden Graffiti-Kunstwerken ist eine große Bandbreite unterschiedlicher Motive zu bewundern: Pop-Art-Motive, Comic-Charakters, Retro-Styles bis zu futuristischen Motiven bilden eine bunte, bleibende Einheit an dieser Haltestelle. Die Oberbürgermeisterin war angesichts des Ergebnis der festen Überzeugung: „Diese Form von Projekten ist vorbildlich. Durch diese gemeinsame Initiative von Künstlern, Politik, Stadt, Polizei und freiem Träger lassen sich verschiedene Interesse einbinden. Wenn dies wie hier gelingt, dann ist das genau die Politik, die wir in Köln brauchen“.

Das nun abgeschlossene Graffiti- Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem erhöhten Wohlgefühl der Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der Nutzerinnen und Nutzer der Bahnhaltestelle, wie auch der Mit-Initiator, der Bürgeramtsleiter von Nippes, Ralf Mayer, feststellte: „Die Menschen nehmen sich hier an der Haltestelle Zeit und betrachten die Kunstwerke. Auch eine erhöhte Belebtheit durch die Präsenz der friedlichen Graffiti-Sprayer dient dazu, dass die Leute sich sicherer fühlen.“ Bezirksbürgermeister Bernd Schössler, der gleichzeitig Schirmherr des Projekts war, betonte, dass Nippes für sich reklamieren könne, das Kölner Zentrum für Graffitikunst zu sein: „Das liegt auch daran, dass wir als Bezirkspolitiker immer bei Euch waren und Eure Interessen mitverfolgt haben.“ Dieser Einschätzung konnten sich die Mitarbeitenden der MittwochsMaler anschließen, so Maurice Kusber, Leiter des Graffiti- Projekts: „Alle an diesem Projekt Beteiligten haben an einem Strang gezogen. Und das nicht nur innerhalb der zurück liegenden 3 Wochen, sondern auch in der Vorbereitungszeit in den vergangenen 2 Jahren“.

Ein besonderer Meilenstein, insbesondere für die Graffiti-Szene, ist jedoch neben der bleibenden StreetArt-Gallery, die an diesem Tag offiziell und frei zugängliche „Hall of Fame“: Als erste legale stationäre Wand im öffentlichen Raum, erwünscht und zur Verfügung gestellt durch die Stadt Köln unter aktiver Zustimmung der KASA (Kölner Anti Spray Aktion), nimmt dieser Ort ab jetzt eine besondere Nachhaltigkeit und Bedeutung für die Kölner Graffiti-Szene ein: Erste Eindrücke bestätigen, dass er sich zu einem Treffpunkt für die Mitglieder der Szene entwickelt. Und folgt man der Vision des Bezirksbürgermeisters und der der beteiligten Jugendlichen, ist klar: Nippes verträgt Farbe und bleibt bunt.

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