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CORONA-KRISE UND SCHLIESSUNGEN VON EINRICHTUNGEN

Auswirkungen auf die SKM-Familienzentren und Jugendeinrichtungen

ACHTUNG: Auf Anweisung der Stadt sind alle Jugendeinrichtungen, Jugendtreffs und kulturpädagogischen Einrichtungen sowie die Übermittagsbetreuung (ÜMB) – auch die des SKM Köln – ab sofort geschlossen! Für die Kinder und Jugendlichen werden virtuelle Angebote vorbereitet und bereits vielfach umgesetzt. Die Mitarbeiter der Jugendeinrichtungen halten über Neue Medien den Kontakt zu den Jugendlichen.
Auch das Familienhaus Ossendorfpark und der parsevalTREFF sowie das Begegnungshaus Roggendorf/Thenhovensind mit Sofortwirkung geschlossen. Die Mitarbeiter/innen bieten eine telefonische Beratung an.

Ein offizielles Betretungsverbot gilt zudem umfassend für „Kinderbetreuungen in besonderen Fällen (Brückenprojekte)“, d. h. auch in den Flüchtlingswohnheimen des SKM Köln.

In den SKM-Familienzentren besteht ein telefonisches Beratungsangebot für alle Eltern, deren Kinder normalerweise in der Kita betreut werden.

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KiTas: Notbetreuung nur für Kinder „unentbehrlicher Schlüsselpersonen“

Die Landesregierung hat am 13.3.2020 wegen der Ausbreitung des Corona-Virus umfangreiche Regelungen für den Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten getroffen. Der Krisenstab der Stadt Köln hat am Samstag, 14. März 2020, auf dieser Grundlage Regelungen für die Umsetzung der verschiedenen Landeserlasse beschlossen, wonach seit Montag, 16. März 2020, sowohl alle Kölner Schulen als auch alle Kindertagesstätten, Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegestellen zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen sind. Ausschließlich für Kinder (im Kita-Alter sowie der Klassen 1 bis 6) von Eltern, die „unentbehrliche Schlüsselpersonen“ sind und während des gesamten Zeitraums kein anderweitiges Betreuungsangebot organisieren können, bietet die Stadt Köln eine Notbetreuung an.

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NEUREGELUNG – der Anspruchsberechtigung auf eine
Kinderbetreuung von sog. Schlüsselpersonen mit Wirkung ab dem 23. März 2020

Oberste Priorität hat es, den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen. Daher hat die Landesregierung entschieden, die Kriterien für die o.g. Eltern, die eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen können, zu lockern. Ab Montag, dem 23.03.2020, gilt daher folgende Neuregelung zur Anspruchsberechtigung:

 Jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, hat unabhängig von der familiären Situation einen individuellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten, wenn die Betreuung nicht
anderweitig verantwortungsvoll sichergestellt werden kann.
 Es reicht ab Montag, wenn von einem Elternteil eine entsprechende
Bescheinigung vorlegt wird, es müssen nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden.
 Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen.
 Der Betreuungsanspruch wird in den Kitas erfüllt, mit denen Eltern einen Betreuungsvertrag haben. Wird die Betreuung dort verweigert bzw. abgelehnt, sollen Eltern sich an das Jugendamt werden.

Neu:  Einen Betreuungsanspruch haben zukünftig auch die Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben! Betroffene Eltern sollen sich in diesen Fällen direkt an das Jugendamt wenden. Dieses hat für die Betroffenen eine Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Diese erreichen das Jugendamt unter folgenden Rufnummern:
0221 221-21221 und 221-29496.  Die Nummern sind Montag bis Freitag von 07.30 Uhr bis 17.30 Uhr besetzt.

„Unentbehrliche Schlüsselpersonen“ sind

 Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dazu zählen insbesondere: Alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

Das Arbeitgeberformular finden Sie hier

https://www.stadt-koeln.de/agbescheinigung

Für die Inanspruchnahme des Betreuungsangebots gelten weiterhin folgende Voraussetzungen:

 die Kinder weisen keine Krankheitssymptome auf
 die Kinder stehen nicht in Kontakt zu infizierten Personen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen sind 14 Tage vergangen und sie weisen keine Krankheitssymptome auf
 die Kinder haben sich nicht in einem Gebiet aufgehalten, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist

(tagesaktuell abrufbar im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html)

bzw. 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie zeigen keine Krankheitssymptome

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Das Land Nordrhein-Westfalen bündelt mit einer neuen Seite im Internet alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie und schaltet für Anfragen ein landesweites Bürgertelefon. Über die Internetseite land.nrw/corona sind alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Informationen werden auf der Seite auch auf Türkisch und Arabisch weitergegeben. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0211/9119 1001 erreichbar.

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Aktuelle Informationen oder Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/corona-virus/index.html
www.mags.nrw/coronavirus
www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus
www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV