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Corona-Pandemie und Auswirkungen auf die Angebote der Gesundheits- und Integrationshilfe des SKM Köln

Der Umgang mit dem Corona-Virus stellt das Gemeinwesen, jede und jeden Einzelnen sowie den SKM Köln aktuell jeden Tag vor neue Herausforderungen. Der SKM Köln wägt als Hilfeverbund für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf daher immer auf Basis der neuesten Anordnungen und Entwicklungen zwischen dem Ziel der Verringerung der Verbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus und dem Ziel der Aufrechterhaltung existentieller Hilfeleistungen ab. Mit folgenden Maßnahmen versucht der SKM Köln in Abstimmung mit wichtigen Ämtern, die bestmögliche Versorgung der besonders schutzbedürftigen Menschen sicherzustellen und gleichzeitig zu verhindern, dass sich Klientinnen und Klienten sowie Mitarbeitende einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. 

Dies bedeutet im Einzelnen für die Angebote der Gesundheits- und Integrationshilfe: 

Existenzsichernde Hilfen

  • Existenzsichernde Hilfen, dazu gehören die Kontakt- und Beratungsstellen für Wohnungslose UND Drogenabhängige (inkl. Drogenkonsumraum) am Kölner Hbf, die Kontakt- und Beratungsstelle “Rochus” in Ehrenfeld, die Kontakt- und Beratungsstellen in Ehrenfeld, Kalk und Porz:

Die Angebote für Klientinnen und Klienten werden soweit wie möglich aufrechterhalten. Auch wenn ein Aufenthalt im Kontaktstellenbereich aus Infektionsschutzschutzgründen nicht wie gewohnt stattfinden kann, sind Einzelberatungen, Postausgabe, und Toilettennutzung sowie Duschen weiterhin möglich. Auch der mobile medizinische Dienst ist weiterhin in den gewohnten Zeiten vor Ort. Essen und Getränke sind ebenfalls erhältlich.

Einen redaktionellen News-Beitrag dazu finden Sie hier 

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Zur Ergänzung der Hilfen für wohnungslose Menschen in Zeiten der Corona Pandemie wurde am 27.03.2020 ein Sanitärmobil am Bahnhofsvorplatz aufgestellt. Die Sanitäreinrichtung verfügt über Toiletten und Duschen und steht täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung. Die Kosten für das Mobil und für den Sicherheitsdienst übernimmt das Sozialamt der Stadt Köln, die persönliche Betreuung erfolgt durch Ehrenamtliche der Bahnhofsmission (getragen von INVIA), des SKM Köln und des SkF Köln. Logistik und Ansprechbarkeit vor Ort erfolgen durch SkF und SKM. Da die Öffnungszeiten des Mobils innerhalb der Angebotszeiten der nahegelegenen SKM-Einrichtungen liegen, stehen immer zusätzlich persönliche Ansprechpartner und Sozialarbeiter zur Verfügung.

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Erweiterte Öffnungszeiten:

Durch enge Abstimmung von Sucht- und Wohnungslosenhilfe können wir unser Angebot am Hbf. wochentags von 8:30 bis 19:45 Uhr, an den Wochenenden von 8:30 Uhr bis in den späten Nachmittag sicherstellen

Die Öffnungszeiten der Kontaktstellen in Kalk und Ehrenfeld wurden ebenfalls ausgeweitet: Öffnungszeiten der Kontakt-und Beratungsstelle „Vor Ort“ Kalk sind: Mo-Fr. 9:00 Uhr – 16:00 Uhr und Sa und So 12:00 -15:00 Uhr und der Kontakt- und Beratungsstelle in Ehrenfeld: Mo-Fr. 10:00 – 15:00 Uhr

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Die Notschlafstelle am Hbf sowie die Humanitären Hilfen in der Vorgebirgstraße sind derzeit uneingeschränkt geöffnet. Dies gilt ebenso für die Substitutionsambulanz MEREAM: Die Vergabe wird sichergestellt. Die psychosoziale Beratung wird auf Krisenintervention beschränkt.

Im Falle von Infektionsverdacht oder Quarantäne mit Blick auf konkrete Einrichtungen werden wir hier über Situation und Möglichkeiten informieren.  

 

Beratungsangebote

Offene Sprechstunden erfolgen möglichst telefonisch oder mit Hilfe anderer Medien.  

Einzelangebote Betreutes Wohnen (BeWo), ambulante Begleitung und Kriseninterventionen werden, soweit möglich, aufsuchend fortgesetzt. Beratungen, sofern sie existenzsichernd sind, z. B. BerMico, Sucht- und Wohnungslosenhilfe, werden ebenfalls fortgesetzt, allerdings wird hier ebenfalls bevorzugt der telefonische oder E-Mail-Kontakt genutzt. 

Alle Gruppenangebote, d.h. wo Menschen von außen zusammenkommen, werden bis auf Weiteres eingestellt, um Infektionsketten zu unterbrechen. 

 

Die Kontakt- und Beratungsstelle im SPZ (Sozial-Psychiatrisches Zentrum)

bleibt bis auf Weiteres geschlossen!

Wir haben telefonische Sprechzeiten für Sie unter der
Rufnummer 0221 2074-189 eingerichtet.

Sie erreichen uns: Montag bis Freitag 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr

Die allgemeine Sozialberatung erreichen Sie nur noch telefonisch, Montag 13:30 bis 15:30 Uhr, unter der Rufnummer 0221 2074-172

Für BeWo gilt: Wir halten vorwiegend telefonischen Kontakt und machen Hausbesuche nur im begründeten Einzelfall.

 

Fachambulanz Sucht

Es finden momentan keine offene Sprechstunde, keine Gruppenangebote und auch keine Einzelgespräche in der Fachambulanz statt.

Es gibt aber die Möglichkeit der telefonischen Beratung in der Zentrale/Innenstadt unter 0221 / 2074 325 und die Fachambulanz in Porz unter 02203 / 9553619. Weitere Termine, die zur Zeit telefonisch erfolgen, können vereinbart werden.

Sie erreichen uns: Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr und Freitag von 9:00 bis 14:00 Uhr. Die Ihnen bekannten Mitarbeitenden sind wie gehabt unter ihrer Telefonnummer und ihrer E-Mail-Adresse erreichbar.

Außerdem können Sie sich per Online-Beratung mit uns in Verbindung setzen unter https://beratung.caritas.de/suchtberatung/registration

 

Beschäftigungshilfe „De Flo“

Die Arbeitsgelegenheiten (AGH) „De Flo“ und „Kölner Feger“ werden zwecks Prävention/Vermeidung einer Ausbreitung des Virus bis zum 19.04. ausgesetzt.

Der Sozialdienst wird die Beratung per Telefon und online sicherstellen.

Die Angebote Kleiner Flo, Bella Flora, die Möbelhalle und der Porzer Kleiderschrank sind geschlossen.

Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen  

Die Durchführung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen wird vorerst bis zum Ende der Osterferien (17. April 2020) eingestellt.  

Ehrenamtliche Tätigkeit 

Auch ehrenamtliches Engagement überprüfen die Verantwortlichen des SKM Köln permanent unter den oben genannten Aspekten. Ehrenamtliche, die ihr Engagement derzeit ruhen lassen wollen, insbesondere die, die zu Riskiogruppen gehören, unterstützen und bestärken wir in ihrer Entscheidung. Im Zweifel sollen Ehrenamtliche mit dem Hausarzt abklären, ob sie ihr Engagement weiterführen können, wenn die Einrichtung, in der sie tätig sind, noch geöffnet ist. Gleichzeitig wird ehrenamtliches Engagement aktuell dringend benötigt, um wichtige zusätzliche Angebote insbesondere für wohnungslose und suchtkranke Menschen machen zu können. Diese Tätigkeiten werden sehr genau daraufhin überprüft, wie ein Infektionsrisiko weitgehend minimiert werden kann. Einige ehrenamtliche Tätigkeiten, wie z. B. die Sortier- und Formularhilfe werden hinsichtlich der Risikominimierung („soziale Distanz“) bis auf Weiteres ausgesetzt. Gleiches gilt für die Ehrenamtstreffen.

Wenn Sie bereit sind, sich ggf. auch nur kurzfristig zu engagieren, melden Sie sich bitte per E-Mail oder Telefon bei unserer Ehrenamtskoordination 

Heike Sperber, Fachstelle Ehrenamt und Freiwilligendienste 

0221 2074-205 I  

 

Presseanfragen  

richten Sie bitte (bevorzugt per E-Mail und mit konkreten Fragen) an 

Anke Patt, Stabsstelle Öffentlichkeit und Kommunikation 

0221 2074-202 I  

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Das Land Nordrhein-Westfalen bündelt mit einer neuen Seite im Internet alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie und schaltet für Anfragen ein landesweites Bürgertelefon. Über die Internetseite land.nrw/corona sind alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Informationen werden auf der Seite auch auf Türkisch und Arabisch weitergegeben. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0211/9119 1001 erreichbar.

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Aktuelle Informationen oder Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/corona-virus/index.html
www.mags.nrw/coronavirus
www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus
www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV