Kinderrechte von Anfang an

Gemeinsamer Fachtag von SKM Köln und katho

Kinderrechte und Partizipation in der frühen Kindheit – Impulse für Praxis, Haltung und Personalentwicklung

Kinder haben ein Recht darauf, mitzureden, mitzuwirken und ihr Leben aktiv mitzugestalten. Unter dem Motto „Teilnehmen, teilgeben, teilsein“ haben wir als SKM Köln gemeinsam mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Standort Köln, am 12. September 2025 einen Fachtag organisiert. Hierbei stand das Thema Kinderrechte und Partizipation in der frühen Kindheit im Mittelpunkt .

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Personalentwicklungsstrategie für Wissenschaft und Innovation (WIN)“ statt. Sie wurde aus Mitteln des Förderprogramms „FH-Personal“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.

Fachlicher Auftakt und thematische Einordnung

Im Audimax der katho Köln eröffnete Prof.in Dr.in Karla Verlinden als Moderatorin den Tag. Sie begrüßte die Teilnehmenden und sprach einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Organisation der Veranstaltung aus.

Anschließend stellte Eduard Anselm, Projektkoordinator „FH Personal“, die Personalentwicklungsstrategie für Wissenschaft und Innovation (WIN) vor.

SKM Vorstand Jens Röskens bei seiner Begrüßungsrede zum Fachtag über Kinderrechte und Partizipation.

SKM Vorstand Jens Röskens bei seiner Begrüßungsrede zum Fachtag über Kinderrechte und Partizipation. Foto: SKM.

Jens Röskens, SKM-Vorstand, folgte mit seiner Begrüßung und betonte die Bedeutung von Kinderrechten als verbindliche Grundlage für pädagogisches Handeln und dass Kinderrechte nicht verhandelbar seien. Sie bilden nach Röskens die Basis für eine professionelle, menschenrechtsorientierte Arbeit in den Einrichtungen des SKM. Zudem dankte er den vielen versammelten Erzieher:innen und allen Beteiligten ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit im Sinne der Kinderrechte und Partizipation.

Markus Meller, Leiter des Sachgebiets SKM-Familienzentren, betonte im Anschluss die Bedeutung, dass Kinder ihre Lebenswelt aktiv und demokratisch mitgestalten und Kinderrechte sowie Partizipation in Kitas wahrnehmen können. Und dass die frühe Beteiligung und Teilhabe von Kindern nicht immer einfach ist, wurde deutlich an der Schlüsselfrage „Wie viel Partizipation hält deine Kita-Gruppe aus?“

Darauf folgte eine Keynote von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker. Hierin verdeutlichte er, warum Partizipation kein Zusatzangebot, sondern ein verankertes Kinderrecht ist – auch und gerade für die Jüngsten. Mit seinen Ausführungen verband er die rechtlichen Grundlagen mit der pädagogischen Praxis. Dabei zeigte er auf, welche strukturellen Voraussetzungen notwendig sind, um Beteiligung von Kindern wirksam umzusetzen.

Workshops: Praxisnahe Vertiefung zentraler Fragestellungen

In zwei Workshop-Runden (11:00–12:15 Uhr und 13:30–14:45 Uhr) wurden insgesamt 11 Themenfelder behandelt. Sie beleuchteten unterschiedliche Aspekte von Kinderrechten und Partizipation:

  • Partizipation braucht Zeit für Reflexion (Meditation, Traumreisen etc.)

    Wer sich über Kinderrechte und Partizipation auf dem Fachtag informieren wollte, hatte bei den Workshops eine breite Auswahl. Foto: SKM.

    Wer sich über Kinderrechte und Partizipation auf dem Fachtag informieren wollte, hatte bei den Workshops eine breite Auswahl. Foto: SKM.

  • Wie halte ich es mit Partizipation und Kinderrechten in meiner Gruppe (aus)?
  • Gemeinsam Entscheidungen treffen: Adultismus als Diskriminierungsform
  • Kinderschutz und der Prozess der Beteiligung von Kindern
  • Best Practice: Die Kita als „Kinderstube der Demokratie“
  • Ebenen der Beteiligung: Die Rolle der Eltern
  • Qualität aus Kindersicht
  • „How to“ Kinderparlament
  • Das Kinderrecht „Spiel und Freizeit“
  • Spielen als Sprache der Kinder
  • Kinderfreundliche Kommune Köln: Impulse aus der Praxis

Die Workshops boten Raum für fachliche Diskussion, Erfahrungsaustausch und methodische Vertiefung. Dazu wurden die Ergebnisse im Graphic Recording von Daniela von Palubicki dokumentiert – ein visuelles Protokoll, das die Vielfalt der Perspektiven und Impulse auf einen Blick sichtbar macht.

Ein Signal für unsere Arbeit

Für den SKM Köln ist klar: Kinderrechte und Partizipation gehören ins Zentrum unserer Arbeit – sowohl in den Familienzentren als auch in allen anderen Bereichen. Sie prägen nicht nur unser pädagogisches Handeln, sondern unser Selbstverständnis als Träger sozialer Dienste. „Kinderrechte und Partizipation bedeutet, Kindern von klein auf Gehör zu schenken und ihre Wünsche und Vorstellungen ernst zu nehmen. Sie haben das Recht, ihre Sichtweise einzubringen und in Aushandlungsprozesse zu gehen. Wir als Fachkräfte haben die Aufgabe, dies möglich zu machen und zu unterstützen. Damit wird in der frühkindlichen Bildung eine wichtige Grundlage für ein späteres Demokratieverständnis gebildet“, betont Fabian Stettes, Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe SKM Köln.

„Kinderrechte und Partizipation bedeutet, Kindern von klein auf Gehör zu schenken und ihre Wünsche und Vorstellungen ernst zu nehmen. Sie haben das Recht, ihre Sichtweise einzubringen und in Aushandlungsprozesse zu gehen. […].“ – Fabian Stettes, Fachbereichsleiter Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, SKM Köln

Diese Haltung ist im SKM Köln konzeptionell verankert und zeigt sich in der täglichen Arbeit mit Kindern und Familien auch inmitten der Herausforderungen des Kita-Alltags. Sie ist Ausdruck eines umfassenden Verständnisses von sozialer Verantwortung, Menschenwürde und Teilhabe.

SKM Köln als Arbeitgeber mit Haltung

Der Fachtag war auch ein Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden. Wir möchten Räume schaffen, in denen Menschen fachlich wachsen, neue Impulse erhalten und gesellschaftlich relevante Themen aktiv mitgestalten können. „Beim SKM Köln zu arbeiten heißt, Zukunft mitzugestalten für Kinder, Familien und unsere Stadt. Unser Engagement für Kinderrechte ist Teil unseres Profils als Arbeitgeber, der Haltung zeigt und Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bietet,“ sagt Elisabeth Quiske, SKM-Vorstandsvorsitzende.

„Beim SKM Köln zu arbeiten heißt, Zukunft mitzugestalten für Kinder, Familien und unsere Stadt. Unser Engagement für Kinderrechte ist Teil unseres Profils als Arbeitgeber, der Haltung zeigt und Menschen Entwicklungsmöglichkeiten bietet.“ – Elisabeth Quiske, SKM-Vorstandsvorsitzende

Als Arbeitgeber setzt der SKM Köln u.a. auf:

  • Fort- und Weiterbildung zu aktuellen sozialpädagogischen Themen
  • Beteiligung und Mitgestaltung in der Organisationsentwicklung
  • klare Positionierung zu sozialen und gesellschaftlichen Fragen
  • werteorientiertes Arbeiten in multiprofessionellen Teams

Demgemäß unterstreicht die Veranstaltung: Der SKM Köln fördert nicht nur Kinder, sondern auch die Menschen, die mit ihnen arbeiten.

Ausblick: Nachhaltige Verankerung von Kinderrechten in der Praxis

Die Impulse des Fachtages fließen direkt in die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte und die Arbeit in den Familienzentren ein. Entsprechend ist es Ziel, die Kinderrechte systematisch und nachhaltig in der Praxis zu verankern und die Partizipation von Kindern als Qualitätsmerkmal weiter auszubauen.

Weitere Eindrücke, Gesichter & Geschichten findet ihr bald auf unserem Insta-Kanal.

Haltung zeigen

Unsere Social-Media-Aktion zur Kommunalwahl 2025

Am 14. September 2025 wird in Köln gewählt. Für den SKM Köln ist die Kommunalwahl mehr als ein politischer Termin. Es ist ein Anlass, Haltung zu zeigen. Mit unseren Social-Media-Aktion machen wir deutlich, wofür wir stehen: Für ein Köln, das niemanden zurücklässt. Für Teilhabe, Solidarität und Vielfalt. Für eine soziale Politik, die Menschen sieht und ihnen zuhört.

Warum wir das tun

Unsere tägliche Arbeit zeigt, dass Soziale Sicherheit, bezahlbares Wohnen, starke Familien und echte Beteiligung keine Selbstverständlichkeiten sind. Deshalb betrifft uns alle die Kommunalwahl, aber besonders jene, die oft übersehen werden. Und deshalb wollen wir sichtbar machen, was für uns zählt: Würde, Sicherheit und Mitgestaltung für alle.

So positionieren wir uns klar gegen jede Form von Ausgrenzung. Sei es Rassismus, Antisemitismus, Queer- oder Frauenfeindlichkeit oder Demokratieverachtung. Unsere Botschaft: Soziale Politik ist möglich – konkret, menschlich, optimistisch.

Unsere Aktion zur Kommunalwahl 2025 im Überblick

In den Tagen vor der Wahl zeigen wir auf unseren Social-Media-Kanälen, was uns bewegt, was wir bewegen wollen und ausschnittweise, was wir alles bereits bewegen:

  • Jugendveranstaltung „Wo ist unser Platz in Köln?“
    Jugendliche diskutieren mit OB-Kandidat:innen in unserer Einrichtung „Lucky’s Haus“ über ihre Anliegen; direkt, ehrlich und ohne Filter. Und mit Teilhabe auf Augenhöhe.
  • Internationaler Tag der Wohltätigkeit
    Wir stellen die Kontaktstelle am Hauptbahnhof vor und erinnern an die Bedeutung von Engagement und Hilfe.
  • Was ist selbstverständlich und was passiert, wenn es fehlt?
    Einblicke in die Lebensrealität von Menschen ohne festen Wohnsitz und was wir als Gesellschaft tun können.
  • Wohnen sichern für alle
    Wir sprechen über die Wohnsituation in Köln und formulieren, was konkret gegen Wohnungslosigkeit hilft.
  • Vielfalt leben und ermöglichen
    Stimmen aus dem SKM Köln zeigen, wie bunt und solidarisch unsere Stadt sein kann und was es dafür braucht.
  • Familien stärken
    Einblicke aus der Praxis: Warum starke Familien die Basis für eine gerechte Stadt sind und wie frühkindliche Förderung dabei hilft.

Gemeinsam Haltung zeigen

Unsere Aktion lebt von Nähe, Klarheit und Empathie. Sie ist ein Aufruf an alle Kölner:innen, sich einzubringen für ein solidarisches Miteinander. Wir freuen uns über jede Unterstützung, jedes Teilen und jede Stimme für soziale Politik.

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Krieg in der Ukraine: So kann ich helfen

youngcaritas SKM Köln

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